Gastrosophie

Kochen! Das Goldene von GU

Geschrieben von: August F. Winkler

Das Buch wiegt 2,3 Kilo und ist jedes Gramm wert. Auf 672 Seiten und rund 700 Rezepten, detailliert beschrieben und illustriert, hat GU (Gräfe und Unzer) ein Standardwerk der Küche vorgelegt, das für den Kücheneleven gleichermaßen von Nutzen ist wie für die versierte Köchin. Ob der vom Verlag stolz als „besonderes Plus“ propagierte „Rezept-Quickfinder“ wirklich so genial ist, sei dahingestellt. Vielleicht wäre es dienlicher gewesen, die knapp 60 Seiten für eine genüssliche Geschichte der Kochkunst oder eine erweiterte Einführung in Herdpraktiken zu nutzen.

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Die Erotik des Erdapfels – eine Hommage an ein fesches Landmädchen

Geschrieben von: August F. Winkler

Die Kartoffel, auch Erdapfel, Grundbirne, Erdtoffel oder Krumbeere genannt, ist von Haus aus ein fesches Landmädchen, spielt aber mit Bravour auch die Rolle der kulinarischen Grand Dame. Bratkartoffel, im Verhältnis von zwei zu eins mit schwarzen Trüffelscheiben gemischt, sind ein Hochgenuss. Und wer jemals in der „Auberge de l'Ill" die von Paul Haeberlin mit Gemüse, Sahne sowie Trüffeln gefüllte und in Bouillon gegarte Kartoffel gegessen hat, wird diese tugendvolle Erdfrucht niemals als plebejischen Dickmacher diffamieren. Solche Kartoffeln lässt kein Feinschmecker fallen, mögen sie noch so heiß aus dem Topf kommen – von wegen Arme-Leute-Essen!

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Leipziger Allerlei

Geschrieben von: August F. Winkler

Leipziger Allerlei: eine köstliche Ode an den Sommer in drei Variationen

Das Gericht ist eine altdeutsche Kreation, die eigentlich jeder kennt und doch kaum jemand im Original gegessen hat: das Leipziger Allerlei. Wem es nur aus der Konserve geläufig ist, wohin dieser Klassiker, halbwahr in der Rezeptur und ohne Genie, verkommen ist, der mag sich erstaunt bis irritiert fragen, was denn, bitte schön, an einem Leipziger Allerlei applaudierenswert sei. Doch der kulinarisch Wissende ist jederzeit zu einem Hymnus auf diese Komposition bereit, die aufs Anmutigste den Frühsommer signalisiert und aus jungen Erbsen, Spargel, Möhrchen sowie Morcheln und Flußkrebsen besteht.

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Kunst des Frühstücks

Geschrieben von: August F. Winkler

Das berühmteste Frühstück gab es bei Tiffany, das teuerste ist impressionistisch, gemalt von Edouard Manet. Das genüßlichste kann man sich privat zu Hause arrangieren – an den Feiertagen mit mehr Muße als sonst, also üppiger, länger und mit Mozart, kurzum: kulinarischer. Am Frühstück scheiden sich die Geister. Die einen stehen zeitig auf, um in Ruhe zu frühstücken. Das sind die Genießer. Andere schlafen lieber länger und begnügen sich mit einem Minimalprogramm. Keine Zeit, keine Zeit! Wer so handelt, versündigt sich an seiner Seele, denn das Frühstück ist die schönste Nische für eine Kultur der Muße.

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Deutsche Küche

Geschrieben von: August F. Winkler

Zwei grandiose Bücher: Deutsche Küche und Typisch deutsch

In der Küche gibt es keine letzte Wahrheit und hat es noch nie einen Messias gegeben, der wie Moses in göttlichem Auftrag mit ewigen Rezepturen erschienen wäre. Die Küche ist, wie Musik, bildende Kunst, Literatur und Theater, zwischen Tradition und Moderne, zwischen Altbewährtem und Experimentellem, auch zwischen Sein und Schein, einem steten Wandel unterworfen, bei dem sich Perioden der müden Beharrung mit solchen des belebenden Fortschritts abwechseln. In der Gastronomie ist es ja wie mit der Philosophie: beide brauchen jugendliches Feuer, um nicht zu erstarren.

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