Gastrosophie

Bocuse: 90 Jahre und das Glück der prächtigen Buttersauce

Geschrieben von: August F. Winkler

„Gott ist berühmt genug, und trotzdem muß der Pfarrer jeden Tag die Glocken läuten.“ (Paul Bocuse)

Der Mittag in der „Auberge du Pont de Collonges“, besser bekannt als das Restaurant von Paul Bocuse, begann angemessen delikat mit einer Scheibe foie gras, flankiert von einem Gelee aus edelsüßem Sauternes in jenem suggestiv blinkenden Goldgelb, mit dem Ikonenmaler die Heiligenscheine verklären. Ein nicht zu stark gekühlter Chevalier-Montrachet von der Domaine Leflaive in derselben Farbe wie der Heiligenschein, vielleicht noch etwas leuchtender, unterstützte den Gang. Es war einer jener selten gewordenen Momente, in denen der Lärm der Welt weit entfernt war.

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Kater-Blues: Rezepte gegen den Hangover

Geschrieben von: August F. Winkler

In promptu: Wie sagte schon Helmut Qualtinger, der geniale österreichische Charakter: „Klein’s Gulasch, klein’s Bier, und es geht scho wieder!“

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Nach den Ausschweifungen keimt die Befruchtung

Geschrieben von: August F. Winkler

Nach einer schweren Mahlzeit am Abend, die von vielen und schweren Getränken begleitet war, befinde ich mich am Tage danach gleichsam auf einem Segelschiff, das einer hoffnungslosen Flaute preisgegeben ist. Erst am Abend rührt sich eine leichte Brise, und in der Tat komme ich mir so vor, als ob ich noch besonders hoch in die Rahen aufsteigen möchte, um recht viel von dem Winde abzubekommen. Noch ist der Körper ein wenig schlaff, noch sind die Gedanken träge, aber es keimt doch alles wieder. Spürbar ist dieses Keimen, ein leicht berauschender Zustand. Nur noch eine bescheidene Mahlzeit, einen bescheidenen
Trunk, dann früh ins Bett.

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Topfschleckerei: Der Triumph der Hausmannskost über die Grande Cusisine

Geschrieben von: August F. Winkler

Küchen sind wundersame Orte. Ähnlich den Philosophen, die in ihren Theorien ganze Welten einreißen und auf den Trümmern neue aufbauen, formen die Köche aus Fisch, Fleisch, Ei, Kräutern, Gewürzen und Gemüse geschmackliche Welten. Sie nehmen und geben Leben, indem sie täglich Hunderte von prachtvollen Saucen zu herrlichen Braten erblühen lassen und Rohprodukte zu Gerichten veredeln wie ein Juwelier Gold und Steine zu kostbaren Schmuckstücken fügt.

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Frühstück - ein Plädoyer gegen das Ritual des Ewiggleichen

Geschrieben von: August F. Winkler

Das berühmteste Frühstück gab es bei Tiffany, das teuerste ist impressionistisch, gemalt von Edouard Manet. Marlene Dietrich startete gerne mit frisch aufgebackenen Laugenbrezeln, Wurst, Schinken und Käse in den Morgen, begleitet von Champagner. In der Antike gab es in der Regel ein Glas Wasser im Stehen, so recht zum Speisen legte man sich erst abends zu Tisch. Das genüßlichste Frühstück läßt sich privat zu Hause arrangieren – an Sonntagen mit mehr Muße als sonst, also üppiger, länger und mit Mozart, kurzum: kulinarischer.

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