Kulinarische Pretiosen

Leipziger Allerlei: köstliche Ode an den Frühling

Geschrieben von: August F. Winkler

Das Gericht ist eine altdeutsche Kreation, die eigentlich jeder kennt und doch kaum jemand im Original gegessen hat: das Leipziger Allerlei. Wem es nur aus der Konserve geläufig ist, wohin dieser Klassiker,mehlverschwitzt, halbwahr in der Rezeptur und ohne Genie, verkommen ist, der mag sich erstaunt bis irritiert fragen, was denn, bitte schön, an einem Leipziger Allerlei applaudierenswert sei. Doch der kulinarisch Wissende ist jederzeit zu einem Hymnus auf diese Komposition bereit, die aufs Anmutigste den Frühling signalisiert und aus jungen Erbsen, Spargel, Möhrchen sowie Morcheln und Flußkrebsen besteht, also dem Feinsten, was Feld, Wasser und Wald in diesen Tagen bieten.

Weiterlesen: Leipziger Allerlei: köstliche Ode an den Frühling

 

Essig & Öl: das Yin und Yang des Salats

Geschrieben von: August F. Winkler

Wenn die Sonne in grellen Farben aufglüht und der Himmel im Lichte kommender Zärtlichkeiten erstrahlt, dann ist Frühling. Der tritt seit einigen Jahren nicht mehr so diskret auf wie früher einmal, sondern - wohl im Zuge der Klimaerwärmung – gleich wie ein vorausgeeilter Sommer, aber wenn der Thymian im Garten zu duften beginnt, wenn der Löwenzahn die Wiesen in Gelb tunkt und der Bärlauch neben dem Waldmeister sprießt, dann ist er da: ER, der immer noch große Erblüher. Jeder kennt diese Sinfonie der grünen Magie. In den Gläsern schwabbt nun weinmäßig die leichte Kavallerie oder lockt ein Champagnercocktail. Zur Vervollkommnung des irdischen Glücks bedarf es dann neben eines schwerelosen Verliebtseins nur der besten Vinaigrette weltweit zur Inszenierung eines der delikatesten Frühlingsgerichte: dem Salat.

Weiterlesen: Essig & Öl: das Yin und Yang des Salats

 

Radieschen: schmackhaft und eine Tafelzierde

Geschrieben von: August F. Winkler

In „Kettner’s book of the table“, dem 1877 erschienenen Handbuch der Kochkunst, hat Eneas Sweetland Dallas, der schottische Journalist und Feinschmecker, das Radieschen mit einer bestrickend schönen Liebeserklärung gewürdigt: „Es gibt wenige Farbzusammenstellungen, welche so schön und so reich sind wie das Rot und Weiß der Radieschen gegen das Grün der Blätter. Auf der Tafel sind sie eine Zierde, die mit den feinsten Blumen wetteifern kann.“ Über das Optische hinaus sind die kleinen roten Knollen auch kulinarisch ein Gewinn. Ihre diskrete, selten beißende Schärfe, ausgelöst durch Senföle, sorgt vor allem bei Freiland-Radieschen für eine pikante Note, ob man sie nun roh genießt - etwa pur und gesalzen aufs Butterbrot geraspelt – oder warm als Suppe.

Weiterlesen: Radieschen: schmackhaft und eine Tafelzierde

   

Spiegelei oder Ochsenauge: die wahre Rezeptur

Geschrieben von: August F. Winkler

Gerade das Spiegelei gilt als Prototyp eines trivialen Gerichts und entsprechend viele Deutsche – laut einer Umfrage deutlich über 90 Prozent – trauen sich zu, aus dem Stand ein Spiegelei braten zu können. Kurzum, die Meinung, das habe nichts mit Kochkunst zu tun, ist weit verbreitet. Welch ein Irrtum!

Weiterlesen: Spiegelei oder Ochsenauge: die wahre Rezeptur

 

Ei Allerlei von Fabergé bis Tausendjahreier

Geschrieben von: August F. Winkler

Eiermuseum: Steht in Sonnenbühl-Erpfingen und bietet eine einmalig schöne Kollektion von filigran verzierten Eiern, darunter auch Kurioses wie einen Weihnachtsmann im Osterei oder Kompliziertes wie ein Ei, in das ein Tüftler eine Spieluhr eingebaut hat, die auf Knopfdruck „Memory“ aus dem Musical „Cats“ spielt. Unter dem Titel „Das Ei als Kunstwerk“ werden auf zwei Etagen um die 250 Eier in Farben, Formen und Techniken gezeigt; mehr dazu steht unter www.sonnenbuehl.de

Weiterlesen: Ei Allerlei von Fabergé bis Tausendjahreier

   

Seite 35 von 39

<< Start < Zurück 31 32 33 34 35 36 37 38 39 Weiter > Ende >>

Journal bekommen!

Wort der Woche

„Der Wein macht den Maulwurf zum Adler“

Nadar

Dieses ebenso skurille wie poetisch erhöhte Bild hat Charles-Pierre Baudelaire (1821-1867) entworfen, der geniale französische Lyriker, Schriftsteller, Essayist, Dandy, Wagnerianer und Weinkenner, der vor allem mit seiner „Die Blumen...

weiterlesen

Gericht der Woche

Karpfen polnisch à la Fürst Rudolstadt

Bei allem Respekt vor der neuen deutschen...

weiterlesen

Wein der Woche

2008 Château de Pez, Cru Bourgeois, St. Estephe

Dunkelrot und mit einem jugendliche Frische signalisierenden Lilaschimmer fließt der Wein ins Glas, aus dem im Nu ein dicht geflochtenes Bukett...

weiterlesen