Kulinarische Pretiosen

Neujahrswünsche…eines hoffnungsfrohen Gourmets

Geschrieben von: August F. Winkler

Das Schlaraffenland, in dem einem die Täubchen knusprig gebraten ins Maul fliegen, bleibt ein Märchen, sozusagen kulinarische Utopie. Das ist gut so, denn ein Leben mit täglich Kaviar, Trüffel, Gänseleber & Hummer zu Cristal von Roederer, Dom Perignon, Grand Siècle, Amour de Deutz, zu Pétrus, Latour, Lafleur, Riesling-Auslesen vom Weil’schen Gräfenberg oder Grünem Veltliner der Lage Schütt in der Wachau von Emmerich Knoll wäre eintönig. Niemand mehr würde das prickelnd schöne Gefühl der Vorfreude empfinden. Ewige Sattheit wäre auch das Ende aller Hoffnung.

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Historische Desserts: Melba, Suzette Fürst Pückler & Co

Geschrieben von: August F. Winkler

Es gibt Speisen, die wecken angenehme Erinnerungen an vergangene Zeiten. Ein besonders leckerer Schlüssel zur Kindheit ist beispielsweise der mit Puderzucker hübsch weiß gesprenkelte Bratapfel. Schon der erste aus dem Bratrohr dringende Duft läßt einen an Ofenwärme und behagliches Seelenbaumeln denken. Geschichtliche Reminiszenzen lösen Gerichte aus, die berühmten Frauen und Männern gewidmet sind: Tournedos Rossini animieren zu Arien aus dem Barbier von Sevilla, beim Bismarckhering denkt man an Reichskanzlermacht, das Filet Wellington erinnert an Napoleon und Schlachtenlärm. Aber die süßesten Gedanken kommen einem bei Desserts mit Vergangenheit.

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Muscheln: pure & chice Meeresfrüchte

Geschrieben von: August F. Winkler

Alles Eßbare, was im Meer lebt, schuppenlos ist und kein Fisch, haben die Poeten unter den Feinschmeckern kurzerhand zur Meeresfrucht erklärt. Dazu gehören Tiere und Tierchen, die glatt geformt sind, rau, stachelig, schleimig, dornig, umschlossen von Panzern oder Schalen. Die einen finden wir schön, andere häßlich. Der Mensch hat sie seit Urzeiten eingefangen, auf ihre Genießbarkeit hin probiert, sie roh verzehrt, gekocht oder gebraten, daraufhin nach Wohlgeschmack sortiert und etliche davon als ausgezeichnet eingestuft. Einige werden global als Leckerbissen geschätzt, andere nur regional. Unter dem Begriff der Meeresfrucht - frutti di mare sagen die Italiener, fruits de mer die Franzosen, wohingegen das seafood der Engländer auch Fischiges einschließt – firmieren Garnelen, Krabben, Langusten, Hummer, Tintenfische und Wasserschnecken, vor allem jedoch Muscheln von der Abalone über die Auster, die besonders edle Jakobsmuschel, die Napfschnecke, Steindattel und Venusmuschel bis hin zur populärsten Vertreterin namens Miesmuschel.

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Die Weidegänse der Maria Haberl

Geschrieben von: August F. Winkler

Vom griechischen Philosophen Lacydes wird erzählt, er sei zeit seines Lebens unvermählt geblieben, weil vernarrt in eine Gans. Als der Vogel starb, hat ihm der Dichter ein prachtvolles Begräbnis ausgerichtet, was die Zeitgenossen zwar etwas kurios, ja degoutant empfanden, aber Lacydes war nun mal einer Schwäche zur Graugans (lat. Anser anser) anheim gefallen. Tatsächlich haben Gänse auch menschliche Züge. Junge Ganter tun sich enorm wichtig, wenn sie der Angebeteten imponierten wollen. Sie prahlen mit ihren Kräften, flattern unnötig mit den Flügeln und schnattern besonders laut und aufgeregt, wenn sie endlich ihre Partnerin gefunden haben, der sie ein Leben lang treu bleiben.

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Weißwurst: Weltanschauung mit süßem Senf

Geschrieben von: August F. Winkler

Die Weißwurst ist eine jener wenigen Würste mit eigener Hymne, getextet vom Münchner Poeten Herbert Schneider: „Du Königin im Wurstrevier, du schön gekurvte Tellerzier, lass dir den weißen Hermelin von deinen zarten Schultern ziehn!"

Beim Oktoberfest auf der Münchner „Wies'n" wird ihr tonnenweise der Garaus gemacht: der Weißwurst, jenem Münchner Symbol, das umwabert ist von Regeln und Ritualen, Mißverständnissen, Legenden und Geheimnissen! Eine Weißwurst ist eine Weißwurst?

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