Kulinarische Pretiosen

Spargelissimo 2016: aphrodisisch und eine Schmeichelei des Gaumens

Geschrieben von: August F. Winkler

Veronika, der Lenz ist da,
die Vöglein singen tralala,
die ganze Welt ist wie verhext,
Veronika, der Spargel wächst.
(populärer, textlich leicht ins Anzügliche
weisender Schlager aus den dreißiger Jahren)

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Grüne Soße: herrliches Kräutermix zu Rind, Kartoffel, Ei und Fisch

Geschrieben von: August F. Winkler

Ein grünes Soßenspektakel der besonderen Art findet vom 7. bis 14. Mai am Frankfurter Roßmarkt statt. Eingebettet in ein kulturelles Rahmenprogramm aus Comedy, Kabarett und Musik werden Köche an jedem Tag ihre Version einer Grünen Soße präsentieren. Das Publikum kann die Rezepte verkosten und mittels einer Stimmkarte den jeweiligen Abendsieger ermitteln. Im Finale wird dann der König dieser klassischen Frankfurter Spezialität gekürt. (Details gibt es unter: www.gruene-sosse-festival.de).

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Die Morchel: hohlköpfig, doch kulinarisch voller Esprit

Geschrieben von: August F. Winkler

Es klingt wie ein Märchen aus vergangener Zeit, was Ernst Wendisch in einem 1894 erschienenen Gartenbüchlein über die Morchel schreibt, dabei die “neuesten wissenschaftlichen und praktischen Erfahrungen berücksichtigend“: „Werden die Morcheln ihrem hohen Werte entsprechend auch genügend gewürdigt? – Leider nicht in dem Maße, wie sie es sein sollten…Mögen nachfolgende Zeilen dazu beitragen, daß ein bis jetzt noch vielfach zu gering geachtetes Volksnahrungsmittel zu seiner wohlverdienten Würdigung kommt.“ Volksnahrungsmittel?! Darüber kann der Feinkosthändler nur lachen, denn getrocknete Morcheln werden grammweise verkauft und frische sind kaum unter 100 Euro pro Kilo zu bekommen.

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Bärlauch: eine Heilpflanze, die auch schmeckt

Geschrieben von: August F. Winkler

Kaum ein Kraut polarisiert so sehr wie Bärlauch. Die B-Beschimpfung gehört zum snobistischen Salongerede, sobald sein sanfter Knoblauch-Duft die Auen erfüllt und die Märkte, nur: Nicht der alljährlich als Frühlingsbote sprießende Bärlauch ist lästig, sondern diejenigen, die meinen, uns ungefragt mitteilen zu müssen, wie sehr sie ihn hassen. Wir hingegen erwarten den Knofelspinat mit der Ungeduld des Liebhabers wie die ersten Erdbeeren oder den ersten Spargel der Saison.

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Ei love you: Hommage an das Symbol des Lebens

Geschrieben von: August F. Winkler

Philosophen mögen sich in Phrasen winden, doch den Volksmund wird man nie bei einem geistigen Eiertanz überraschen. Er formuliert auch dann faxenlos seine Meinung, wenn es um das Symbol des Lebens geht: "Ob Mensch, ob Tier, es bleibt dabei, ihr Ursprung ist ein kleines Ei." Somit wäre die uralte Frage, was zuerst da war, die Henne oder das Ei, gelöst. Hühner selber kennen keine Ideologie. Die meisten weißen Eier stammen von weißen Hennen, die meisten braunen von braunen, doch gibt es auch braun legende weiße Rassen und umgekehrt. Mal legen sie das Ei mit dem stumpfen Pol voran, dann mit dem spitzen - wie es ihnen und dem Zufall gefällt; Eier von rar gewordenen alten Hühnerarten wie Araukaner, Rhodeländer und Leghorn zeichnen sich neben köstlichem Geschmack durch eine natürliche Färbung der Schale aus, die je nach Rasse ins rötlich-braun Gesprenkelte, zart mintgrüne und mitunter sogar rosafarbene changiert.

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