Memorabilia

Musiker und ihre kulinarischen Leidenschaften

Geschrieben von: August F. Winkler

Der Maestro war ein eifriger Diener seines Bauches. Er aß und trank und kochte leidenschaftlich gerne. Seine Nudelkantaten reicherte Luciano Pavarotti („Mein Pesto ist sehr begehrt“) mit einer Mischung aus Pecorino und Parmigiano nebst Pinienkernen und Haselnüssen an, und im Keller stapelten sich Bouteillen wie der feine Sassicaia. Wenn er zu Pappardelle eine Flugente schmorte, reisten Freunde von weither nach Pesaro, wo der Sänger seinen Sommersitz hatte und epikureisch lebte, was praktisch heißt: essen, trinken, lieben. Diese drei Prunkworte des Genießens hatte 250 Jahre zuvor auch Gioacchino Rossini zu seinem Lebensmotto gemacht. Der 1792 in Pesaro geborene Komponist war unter allen Musikern gastrosophisch besonders gesalbt. Und das will etwas heißen, denn Musiker haben eine außergewöhnlich innige Beziehung zu Küche und Keller. Richard Strauß hat das geistreich auf den Punkt gebracht: „Wer ein richtiger Musiker sein will, der muß auch eine Speisekarte komponieren können.“

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