Wort der Woche

Otto Nebelthau

Geschrieben von: August F. Winkler

„Den Grundstoff saftig und unberaubt seiner Kräfte auf den Tisch zu bringen, an ihn, den reinen und unverfälschten, die Zunge wiederum zu gewöhnen, das muß unser Ziel sein.“

Nebelthau Otto

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Tim Mälzer

Geschrieben von: August F. Winkler

„Ich bin kein Spitzenkoch. Aber ich bin ein guter Handwerker und kann mit Essen emotionalisieren.“

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Herzerfrischend und wohl auch wahr gesprochen von Tim Mälzer, 44, Fernsehkoch und Gastronom, der neue Lokale wie im Abonnement eröffnet. Solche lässige Bescheidenheit kann sich der Mann, der sich gerne als „kochenden Wirt“ darstellt, leisten, denn er hat mit ziemlich allem, was er anpackt, auch Erfolg. Nach aktuellen Plänen befragt, sagte der Tausendsassa - sein Hauptbetrieb ist die „Bullerei“ in Hamburg, sein persönlicher Liebling vermutlich der Hamburger „Off Club“, wo Thomas Imbusch kulinarische Regie führt - in einem Interview mit dem österreichischen „Standard“, er wolle „demnächst eine „Rock-‘n‘-Roll-Kneipe“ übernehmen“ und es sei eine TV-Sendung mit Tim Raue geplant.

Fix ist zudem, daß Mälzer im Oktober zusammen mit einem österreichischen Gastronomen-Paar im Wiener MAK-Museum ein Restaurant inklusive Bar sowie einem sogenannten Food-Truck im Garten eröffnen wird. Hingegen ruht sein Konzept für das in New York geplante Lokal namens „Heimat“. „Ich habe eben immer neue Projekte, weil ich so wahnsinnig begeisterungsfähig bin und keine Angst vor dem 
Scheitern habe.“
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Juan Amador

Geschrieben von: August F. Winkler

„Ich will Gäste glücklich machen und am Ende des Tages soll auch etwas übrig bleiben.“

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Diese Ansage beziehungsweise Erkenntnis einer langen und überwiegend auch erfolgreichen gastronomischen Tätigkeit stammt von Juan Amador. Der gescheite, weltoffene und überaus agile, wenn auch unternehmerisch nicht immer glückhaft agierende 47jährige Spitzenkoch hat sich soeben von dem mit medialen Verheißungen begleiteten Projekt verabschiedet, in Wien das legendäre Café Renz in der Zirkusgasse 50 zu seinem neuen Restaurant um- und auszubauen (für Nicht-Wien-Kenner: legendär am „Renz“ ist seine illustre Vergangenheit als Revue-Theater, Szenelokal und Edelbordell).

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Henry Miller (1891-1980)

Geschrieben von: August F. Winkler

„Ich führte sie in alles ein, und dazu gehörte natürlich, daß ich sie mit den großen Weinen bekannt machte.“

Miller Henry
Henry Miller (1891-1980), der große Erotomane der amerikanischen Literatur und ungenierte Individualist, hat diesen verheißungsvoll klingenden Satz zu Eve McClure, seiner dritten Frau, anläßlich eines Aufenthalts in Frankreich gesagt. Miller, übrigens Abkömmling deutscher Eltern katholischen Glaubens (Heinrich Miller, Schneider von Beruf, stammte aus Bayern, Mutter Louise Marie Neiting war Hessin) schrieb allen Lustbarkeiten des Lebens entlang und hielt, fünf Mal verheiratet, die „schönen Torheiten“ bis ins Alter hoch. Das Foto zeigt den Schöpfer der Trilogie „Sexus“, „Plexus“ und „Nexus“ mit Eve McClure in einer Wohnung in Paris.
 

Wort der Woche 01-14

Geschrieben von: August F. Winkler

„Ich lebe von guter Suppe, nicht von schöner Sprache.“

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Recht hat er, einerseits, der Molière, bürgerlich Jean-Baptiste Poquelin geheißen und, so weit es sich ergründen läßt, am 14. Januar 1622 in Paris geboren und dort am 17. Februar 1673 gestorben. Aber das Bekenntnis ist auch eine gewaltige Untertreibung, denn der studierte Jurist war nicht nur Schauspieler und Theaterdirektor, sondern vor allem ein großer Dichter, ja ein Worteakrobat höchsten Grades, mit Gewinn nachzulesen in Werken wie „Tartuffe“, „Der Geizige“, „Der eingebildete Kranke“ oder der “Schule für Frauen“.
   

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