Wort der Woche 2_13

„Enthusiasmus vergleich ich gern Der Auster, meine lieben Herrn,Die, wenn ihr sie nicht frisch genoßt, Wahrhaftig ist eine schlechte Kost.“

Sachlich ist gegen diesen Vierzeiler, 1814 verfaßt von Johann Wolfgang von Goethe, nichts einzuwenden. Der Meister, der gutes Leben mit Wein und Austern liebte, wußte um die Unsäglichkeit verdorbener Ware. Und es ist anzunehmen, daß er schon einige Gläser Wein genoßt hatte, als er das kleine Poem verfaßte. Daß man sich auch an frische Kost zuweilen erst gewöhnen muß, erfuhr König Georg I. von England 1714, als er, gerade frisch aus Hannover zugezogen, nörgelte: „Die verdammten englischen Austern haben einen so seltsamen Geschmack!“ Kein Wunder, denn ehe Georg den englischen Thron bestieg, hatte er in Hannover wohl hauptsächlich Austern gegessen, die schon etwas betagt waren.

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Wort der Woche

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Nadar

Dieses ebenso skurille wie poetisch erhöhte Bild hat Charles-Pierre Baudelaire (1821-1867) entworfen, der geniale französische Lyriker, Schriftsteller, Essayist, Dandy, Wagnerianer und Weinkenner, der vor allem mit seiner „Die Blumen...

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