Reisen & Hotels

Salzburg kulinarisch: Festspiele auch für den Gaumen

Geschrieben von: August F. Winkler

 Es ruft der Jedermann und Salzburg bläht sich auf. Sobald der Jedermann bußfertig am Ende ist, übernehmen zwei Weltmächte namens Hunger & Durst die Regie. Die Spektakel auf der Bühne wie die Kunst in der Küche waren in der schönen Stadt an der Salzach noch nie so eng miteinander verbandelt wie in diesen noch bis Ende August dauernden Festspielen. Weil Salzburg immer Saison hat, Oper, Tanz, Theater und Konzerte das ganze Jahr über locken - ausgenommen ein paar traurige Wochen im Winter, in denen die Sonne nie aufgeht - , gleicht die Stadt auch gastronomisch jederzeit einer Bühne, auf der sie sich selber inszeniert. Nach der geistigen Erbauung oder dem Flanieren durch die Altstadt, diesem grandiosen Freilichtmuseum, steht vollautomatisch die kulinarische Labung auf dem Programm. Musik kann man zwar trinken wie Wein, nur macht selbst der schönste Mozart auf Dauer nicht satt. Aber im Gegensatz zu früher, als Gourmets in der Ära Karajan noch leidgeprüft von „schönen Stimmen und matten Saucen" seufzten, lassen sich Hunger und Durst inzwischen auch in der barocken Schönen an der Salzach durchaus lustvoll befriedigen.

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New York die Dschungelstadt

Geschrieben von: August F. Winkler

Man nennt New York die Dschungelstadt, das aus den Fugen geratene Sinnbild unserer westlichen Kultur. In dieser Stadt ist alles größer, kleiner, schöner, häßlicher, lauter, leiser, sanfter und wilder als anderswo. New York, das ist der Inbegriff von Armut und Reichtum, von Schmutz und Luxus. Aber das weißt du alles, denn du hast hundert Filme über New York gesehen und hundert Essays über die Stadt gelesen, in der du schon hundertmal warst. Über New York braucht dir keiner was zu erzählen, du weißt alles über diese Ladyhure.

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Frauen am Herd: eine Reise wert

Geschrieben von: August F. Winkler

Schätzungsweise 99 Prozent aller Spitzenköche zwischen Tokio, München, Paris und New York sind aus tiefstem Herzensgrund der Überzeugung, dass Frauen an den Herd gehören, nur: der häusliche soll es, bitte schön, sein. Tatsächlich ist der größte Widerspruch in der Gastronomie weiblichen Geschlechts. Frauen, die in der bürgerlichen Küche große Leistungen vollbringen, spielen in den sogenannten Gourmet-Tempeln nur eine bescheidene Rolle. Die feine Küche ist ein zölibatäres Geschäft. Kochkünstler wie Paul Bocuse oder Eckart Witzigmann, der frühere Dreisternekoch, argumentieren ähnlich: Erstens würden fesche Mädchen die Köche ablenken; Tändeleien stören das auf Hochleistung abonnierte Team. Zweitens sei der Streß am Herd zu stark.

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Missoni und der Wein

Geschrieben von: August F. Winkler

Otavio Missoni: Wein statt Wasser

Reisen bedeutet nicht nur Bewegung, sondern auch Begegnung. Auf dem Flug von Rom nach Frankfurt mit der Alitalia kann es sein, dass neben einem ein Mann sitzt, der einem bekannt vorkommt. Es ist Otavio Missoni, und fortan wird über Mode, Farben und die Gourmandise geplaudert.

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Wort der Woche

„Der Wein macht den Maulwurf zum Adler“

Nadar

Dieses ebenso skurille wie poetisch erhöhte Bild hat Charles-Pierre Baudelaire (1821-1867) entworfen, der geniale französische Lyriker, Schriftsteller, Essayist, Dandy, Wagnerianer und Weinkenner, der vor allem mit seiner „Die Blumen...

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Gericht der Woche

Maischolle à la Finkenwerder

Ein wesentliches Kriterium bei der Zubereitung ist die Unversehrtheit...

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2008 Château de Pez, Cru Bourgeois, St. Estephe

Dunkelrot und mit einem jugendliche Frische signalisierenden Lilaschimmer fließt der Wein ins Glas, aus dem im Nu ein dicht geflochtenes Bukett...

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