Gin

Gin: der Klassiker wird neu entdeckt

Geschrieben von: August F. Winkler

Der Gentleman und auch die Lady brauchen nicht lange nachzudenken, wie sie jetzt, wenn die Tage schon ein wenig fröstelnd schrumpfen, die Abende inszenieren. Sobald die heilige Stunde des Aperitifs schlägt, gehen sie, erfaßt von einer Sehnsucht nach dem melodiösen Klirren der Gläser, an den Schnapsschrank und mixen sich einen Cocktail. Welchen, das hängt von der Stimmung ab. Mal ist vielleicht der raffinierte „Tosca“ angebracht (ein Stück Würfelzucker mit Bénédictine tränken, in eine Schale legen, ein Glas Port dazugießen, mit kaltem Champagner auffüllen, diskret umrühren). Verwegener ist der „Thunderclap“: je zwei Glas Brandy, Gin und Whisky zusammen schütten und herrisch einmal durchrühren. Nach dem Servieren gab Harry Craddock, der geniale Chef der Londoner “Savoy-Bar“ und Erfinder dieses Donnergetränks, eine Empfehlung: „Renne um Dein Leben.“ Stets angemessen als abendliche Trink-Ouvertüre ist der große Klassiker namens „Dry Martini“: viel Gin, wenig Noilly Prat plus eine grüne Olive mit Stein.

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