Tee

Chaos in Darjeeling: Aus für hochwertige Tees à la Second flush

Geschrieben von: August F. Winkler

Drunten im indischen Darjeeling geht gerade die Teewelt unter. Weil rund 100 000 Pflücker in den knapp 90 Gärten seit dem Frühjahr für ethnische Selbstbestimmung sowie bessere soziale Bedingungen streiken (im Schnitt bekommt eine Pflückerin pro Tag gerade mal Euro 1,20), wachsen die Büsche in den Himmel; sie verholzen und werden, so befürchten Experten, für längere Zeit keine guten Qualitäten ermöglichen. Es gibt keine Second flush-Tees von 2017 – und es ist fraglich, ob es künftig überhaupt noch solche Auslese-Tees geben wird.

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Neun feinste Frühlingstees aus China: wie Champagner ohne Alkohol

Geschrieben von: August F. Winkler

Es gleicht einem prächtigen Schauspiel, wenn Rainer Schmidt in Ausübung seines Berufes den Tee irgendwie mehr inhaliert als trinkt. Er ist Händler und Tea-taster in einer Person, und wenn er in seinem hanseatischen Kontor die Muster probiert, die ihm Agenten aus der Teewelt rund um den Globus zuschicken, klingt es wie eine rustikale Sinfonie vom Lande. Der gewaltige Schmatz, mit dem Schmidt jeden Schluck in sich hineinzieht, ist mit schlürfen noch gnädig beschrieben; eher hören sich die Sauggeräusche, mit denen der Tea-taster jeden Schluck Tee aufsaugt, daran kurz und herrisch, doch sichtlich konzentriert herumschmatzt und gleich wieder zielsicher in einen Kupferbehälter ausspuckt, nach einem Luft japsenden Ferrari an, der vom zweiten auf den ersten Gang herunter geschaltet wird.

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Eistee: Tea on the rocks hat nichts mit erkaltetem Tee gemein

Geschrieben von: August F. Winkler

Am Eis entfalten viele Getränke ein besonderes Aroma, und das Eis ist es auch, das Tee, ob der schwarz ist, grün oder aromatisiert, überraschend in ein, modisch gesprochen, cooles Getränk von speziellem Reiz verwandelt. Als Erfinder des Eistees gilt der englische Gentleman Richard Blechynden, der 1904 auf der Weltausstellung in St. Louis den „Iced tea“ kredenzte. Der Brite sollte für Tee aus Indien werben, aber über der Schau waberte eine brütende Hitze, so dass kein Mensch heißen Tee wollte. Also goß Blechynden in seiner Verzweiflung kurzerhand Tee über Eiswürfel - und siehe da, der schockartig gekühlte Tee wurde zum Renner und der Eistee ward geboren.

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Tee & Geist: Darjeeling 1st flush Namring, Flugtee 2017

Geschrieben von: August F. Winkler

Die Farbe glänzt zwischen Bernstein mit hellem Kastanienrot. Das Bukett ist herbwürzig angelegt, belebend mit Aromen von Blüten, etwas Heu und grünen Nüssen nebst einer sanften Zitrusnote sowie dem für gute First flushs charakteristischen Maiglöckchenduft. Geschmacklich erfreut der Tee durch seine frische Art mit der zartherben, leicht floral unterlegten Note. Der Tee bittert nicht. Sein besonderes Merkmal ist die Kombination aus Duftigkeit, Temperament und floralem Charme. Bemerkenswert sind zudem die schönen großen Blätter mit dem satten Grün.

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High-Tea wie bei der Queen - ein Kult ist wieder en vogue

Geschrieben von: August F. Winkler

I love coffee, I love tea,
I love the Java Jive and it loves me,
Coffee and tea an the java and me,
A cup, a cup, a cup, a cup, a cup (boy!)

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