Tee

China Pi Lo Chun

Geschrieben von: August F. Winkler

Pi Lo_Chun_neu_144Farbe: helles Sonnengelb mit grünem Schimmer.
Duft: fein, ziseliert, sanft beginnend, sich fruchtig entfaltend à la Blüten und getrocknete gelbe Früchte. Es finden sich nussige und vanillige Töne, die Nase nimmt auch etwas Kastanienmus wahr, und im Finale schwingt ein belebender Hauch von Zitrus nebst ein wenig dunklem Honig mit.
Geschmack: samtig, mild und doch ausdrucksstark in der fruchtigen Aromatik. Geschmeidig und finessig mit animierender Frische und sanfter Würze.

Besonderes Merkmal:
die ausgesucht schönen Blätter, der fruchtige und zugleich ernsthafte Charakter – ernsthaft als Gegensatz zu verspielt. Die aromatische Vielschichtigkeit. Dieser berühmte Tee aus der Jiang Shu Provinz ist bereits zum Klassiker geworden und wird in nahezu allen Teeanbaugebieten hergestellt. Die ersten zarten Kaltwetteraustriebe werden rasch gepflückt und unter ständigem Rühren bei großer Hitze blanchiert. Kennzeichnend sind schlanke, jadegrüne Blätter, die einen Tee von grüngelber Farbe und weicher, frisch-fruchtiger Aromatik ergeben.


Pi Lo_Chun_Aufguss_und_rohEmpfehlung: ein vielfach einzusetzender Joker bei Tisch, aber auch im Solo ein Genuß. Ein perfekter Partner zu vielen Speisen wie beispielsweise Apfelomelette, Sahnenudel & Co.

Zubereitung: pro Tasse einen leicht gehäuften Teelöffel voll mit 80 Grad heißem Wasser überbrühen und drei Minuten ziehen lassen. Der Tee bittert auch nach längerer Ziehzeit nicht nach, er schmeckt nur intensiver.

Preis: 50 g = € 5,--;100 g = € 9,--. Der Tee ist nur begrenzt verfügbar.
Bezugsquelle: Hanse Tee,
Rainer Schmidt, D-24857 Stexwig, Tel.: 04621/9787,
www.teeverkostungen.de
 

Golden TipBlack, Yunnan, China

Geschrieben von: August F. Winkler

Das ist ein außergewöhnlicher Schwarztee, ungemein weich schmeckend von cremiger Textur, aromatisch dicht gewoben und mit geschmacklicher Tiefe. Ein idealer Tee , um den Morgen mit Optimismus zu beginnen. Aber er schmeckt besonders gut auch als Begleiter kleiner Näschereien tagsüber wie zur Jause am Nachmittag oder einem rustikal geprägten Abendbrot. Die Yunnantees gelten als die Assamtees von China, was sich auch durch die malzigen Honigaromen ausdrückt. Die besseren schwarzen Yunnantees – wie die Blätter für den TipBlack – wachsen in Berghöhen bis zu 2 000 Meter.

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Formosa Top superior finest Oolong mit Orange

Geschrieben von: August F. Winkler

Der Kenner und Liebhaber wird natürlich jeden Tag auf erstklassige Qualität beim Tee achten. Das Leben ist zu kurz und vor allem zu einzig, um schlechten Tee zu trinken. Aber es gibt Stimmungen, in denen möchte man einen Tee von außergewöhnlicher Delikatesse, einen, der schon das Auge entzückt, danach die Nase betört, den Gaumen begeistert, die Seele erquickt. Das sind sozusagen die Sonntags-Tees – egal, ob man solche Klasse am Mittwoch oder tatsächlich an einem Feiertag trinkt.

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Earl Grey: zwei Tees von Weltklasse auf der Basis von Darjeeling und Assam

Geschrieben von: August F. Winkler

Für den Earl Grey gilt das Saucenprinzip: je feiner die Zutaten, desto besser der Tee. Leider wird dieser Güte-Maxime nur sehr selten gehuldigt. Die Realität ist für Liebhaber dieser Spezialität von beschämender Tristesse, denn schätzungsweise 99 Prozent aller öffentlich servierten Earl Greys sind grobe Lackl, nämlich Blend genannte Mischungen aus Billigtees, die im Schnellverfahren mit dem chemisch hergestellten Aroma der Bergamotte parfümiert werden. Solcherart fabrizierter Earl Grey duftet nicht, er riecht nur und schmeckt derb, nicht selten wie abgestandenes Waschwasser. Das ist die leider unvermeidliche Grausamkeit beim Earl Grey, dieser grauen Eminenz unter den Schwarztees. Umso glücklicher kann sich preisen, wer einen Händler wie Rainer Schmidt aus dem nordischen Stexwig kennt, der sich des Themas annimmt und mit zwei Besonderheiten aufwartet.

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1st flush „croppy“ Assam Marionbari

Geschrieben von: August F. Winkler

Farbe: dunkelgelb mit Orangeschimmer.
Duft: reich, dabei ziseliert mit Noten von Rosenholz, sanft gebrannten Mandeln, etwas Malzhonig und Karamell; auch eine leise Rauchnote ist neben floralen Einsprengseln spürbar.
Geschmack: kraftvoll, aber geschmeidig, rund und zartwürzig mit Noten von Malzhonig, Mandeln und Nüssen. Ohne Bittertöne, allenfalls im anhaltenden und cremig-würzig durchwobenen Nachgeschmack findet sich eine feinherbe Note, vergleichbar dem Tannin in Cabernet-geprägten Rotweinen.
Das besondere Merkmal: das komplexe, von Mandel und Malzhonig geprägte Bukett. Die feine Würze. Der kraftvolle und zugleich geschmeidig gerundete Geschmack.

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