Tee

Formosa Top superior finest Oolong mit Orange

Geschrieben von: August F. Winkler

Der Kenner und Liebhaber wird natürlich jeden Tag auf erstklassige Qualität beim Tee achten. Das Leben ist zu kurz und vor allem zu einzig, um schlechten Tee zu trinken. Aber es gibt Stimmungen, in denen möchte man einen Tee von außergewöhnlicher Delikatesse, einen, der schon das Auge entzückt, danach die Nase betört, den Gaumen begeistert, die Seele erquickt. Das sind sozusagen die Sonntags-Tees – egal, ob man solche Klasse am Mittwoch oder tatsächlich an einem Feiertag trinkt.

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Earl Grey: zwei Tees von Weltklasse auf der Basis von Darjeeling und Assam

Geschrieben von: August F. Winkler

Für den Earl Grey gilt das Saucenprinzip: je feiner die Zutaten, desto besser der Tee. Leider wird dieser Güte-Maxime nur sehr selten gehuldigt. Die Realität ist für Liebhaber dieser Spezialität von beschämender Tristesse, denn schätzungsweise 99 Prozent aller öffentlich servierten Earl Greys sind grobe Lackl, nämlich Blend genannte Mischungen aus Billigtees, die im Schnellverfahren mit dem chemisch hergestellten Aroma der Bergamotte parfümiert werden. Solcherart fabrizierter Earl Grey duftet nicht, er riecht nur und schmeckt derb, nicht selten wie abgestandenes Waschwasser. Das ist die leider unvermeidliche Grausamkeit beim Earl Grey, dieser grauen Eminenz unter den Schwarztees. Umso glücklicher kann sich preisen, wer einen Händler wie Rainer Schmidt aus dem nordischen Stexwig kennt, der sich des Themas annimmt und mit zwei Besonderheiten aufwartet.

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1st flush „croppy“ Assam Marionbari

Geschrieben von: August F. Winkler

Farbe: dunkelgelb mit Orangeschimmer.
Duft: reich, dabei ziseliert mit Noten von Rosenholz, sanft gebrannten Mandeln, etwas Malzhonig und Karamell; auch eine leise Rauchnote ist neben floralen Einsprengseln spürbar.
Geschmack: kraftvoll, aber geschmeidig, rund und zartwürzig mit Noten von Malzhonig, Mandeln und Nüssen. Ohne Bittertöne, allenfalls im anhaltenden und cremig-würzig durchwobenen Nachgeschmack findet sich eine feinherbe Note, vergleichbar dem Tannin in Cabernet-geprägten Rotweinen.
Das besondere Merkmal: das komplexe, von Mandel und Malzhonig geprägte Bukett. Die feine Würze. Der kraftvolle und zugleich geschmeidig gerundete Geschmack.

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1st flush Darjeeling Mim

Geschrieben von: August F. Winkler

Farbe: sonnengelb mit sanftem grünlichem Schimmer.
Duft: verführerisch, eine Wonne für die Nase. Fein ziseliert, nach Blüten sowie dem bei guten First flush-Tees klassischen Maiglöckchenduft. Ergänzt wird die florale Note durch sanfte Vanille sowie einen Hauch von Milchschokolade. Die Nase vibriert, man möchte immerfort an der Tasse schnuppern.

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Earl Grey: ein Tee zwischen Prolet und Gentleman

Geschrieben von: August F. Winkler

Es ist Lust und Last, über den Tee namens Earl Grey zu schreiben. Last, weil schätzungsweise 99 Prozent aller öffentlich servierten Earl Greys grobe Lackl sind, nämlich Blend genannte Mischungen aus Billigtees, die im Schnellverfahren mit dem chemisch hergestellten Aroma der Bergamotte parfümiert werden. Solcherart fabrizierter Earl Grey duftet nicht, er riecht nur. Das ist die leider unvermeidliche Grausamkeit beim Thema Earl Grey, dieser grauen Eminenz unter den Schwarztees. Lust löst hingegen ein nach seriöser Methode hergestellter Earl Grey aus, was heißt: hochwertige Tees sind die Basis, angereichert mit dem Öl der echten Bergamotte (Citrus bergamia), deren einmaliges Aroma über geradezu herrische Intensität verfügt. Im Grunde gilt für einen Earl Grey das Saucenprinzip: je besser die Zutaten, desto feiner das Ergebnis - und umgekehrt!

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