Wein & Co

Große Weinoper mit L’Eglise-Clinet, Knoll und Margaux

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Ich verrate kein süßes Geheimnis mit dem Bekenntnis, daß ich ein Leben ohne Wein für einen Irrtum halte. Dies wäre so absurd wie etwa ein Panzer mit Tüll-Gardinchen. Der Kenner & Liebhaber weiß, daß jeder gute Wein eine Atmosphäre stilvollen individuellen Vergnügens schafft – guter Wein symbolisiert Muße und Reflexion, ja er ist der perfekte Typus des Genusses: Er schmeckt, er bezaubert, er läßt uns sinnieren, dabei 1001 Aromen erleben. Er befriedigt unsere Lust auf Genuß, macht jedoch niemals satt. Es bleibt stets die Hoffnung und die Sehnsucht nach dem nächsten Schluck. Das ist wie mit der Liebe! Und wenn großer Wein im Glas schimmert, dann gesellen sich noch Zärtlichkeit und Leidenschaft hinzu.

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Genußatelier: Wein & Erotik

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Alles auf Erden dreht sich um die Liebe und wie man sie entfacht. Für Euripides, den altgriechischen Denker, war die Sache klar: „Wo der Wein fehlt, da stirbt der Reiz der Venus.“ Recht hat er, doch halt: angelsächsische Mediziner wollen herausgefunden haben, daß Alkohol die Liebesfähigkeit mehr bremst als fördert. Wer säuft, der liebt schlecht. Angeblich verkrümelt sich das männliche Sexualhormon Testosteron im Blut von Männern, die regelmäßig viel Alkohol trinken. Dies hieße in schlichtem Klartext: Schluckspechte verlieren Lust und Fähigkeit zur Liebe. Adieu Erotik, Gute Nacht mit dem Sex.

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Muskateller: ein Sommmerwein par excellence

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

„Der liebste Buhle, den ich han / der liegt beim Wirt im Keller / er hat ein hölzins Röcklein an / und heißt der Muskateller.“ (Liebeserklärung eines mittelalterlichen Zechers)

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Genußatelier: die rhetorischen Pirouetten der Aromenfetischisten

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Je weniger ein Sommelier, Journalist oder Sonntagstrinker den zu beschreibenden Wein begreift, umso metaphorischer gibt er sich in seinem Wortgeklimper; das gleicht dem Lockendrehen auf einer Glatze.

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2008 Château de Pez, Cru Bourgeois, St. Estephe

Wein der Woche

Geschrieben von: August F. Winkler

2008 Château de Pez, Cru Bourgeois, St. Estephe

Dunkelrot und mit einem jugendliche Frische signalisierenden Lilaschimmer fließt der Wein ins Glas, aus dem im Nu ein dicht geflochtenes Bukett dringt. Es duftet nach Sauerkirsche und Beeren (Brombeere, schwarze Johannisbeere, etwas Preiselbeere), flankiert von dunklen Tönen à la angerösteter Pflaume nebst Vanille sowie leicht karamellisierten Haselnüssen und einem aparten Hauch von Minze. Auch eine subtile Süße schwingt mit. Der Körper ist komplex gebaut, bestens ausbalanciert und gut bestückt mit Frucht sowie raffiniert wirkenden Einsprengseln von Nougat und gewürzigen Noten à la Wacholder. Im anhaltenden Nachklang ist auch etwas Bitterschokolade auszumachen.

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„Der Wein macht den Maulwurf zum Adler“

Nadar

Dieses ebenso skurille wie poetisch erhöhte Bild hat Charles-Pierre Baudelaire (1821-1867) entworfen, der geniale französische Lyriker, Schriftsteller, Essayist, Dandy, Wagnerianer und Weinkenner, der vor allem mit seiner „Die Blumen...

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Wein der Woche

2008 Château de Pez, Cru Bourgeois, St. Estephe

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