Wein & Co

Jubiläumsweine auf das Jahr 2017

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Es ist nur natürlich, daß der Mensch so ziemlich alles mag, was mit ihm selber zusammenhängt. Primär dient die Eigenliebe der Arterhaltung, doch zu den Spielzügen des Egoismus, den die alte, schlaue Schöpfung ihren Kindern injiziert, gehört neben dem überlebenswichtigen Maß an Barmherzigkeit, mit dem wir uns im Spiegel betrachten, auch die Mystifizierung von Zahlen, die als existenzielle Eckdaten eine Rolle spielen, beginnend bei der Geburt und endend mit dem Tod.

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Genußatelier: Henri de Toulouse-Lautrec und seine Abscheu vor Wasser

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Diese Geschichte von Henri de Toulouse-Lautrec ist ein Stück angewandte Lebensart, angereichert mit einer feinen Prise Ironie. Der Maler, Junggeselle, passionierte Koch und begnadete Gastgeber war der umherzte Liebling seiner Mutter, die ihn von Kindheit an mit Delikatessen verwöhnte wie gemästeten Kapaunen, Meeresfrüchten, Wildbret, natürlich getrüffelter Gänseleber und edlen Weinen. „Ich mag diejenigen Gäste, die etwas Kannibalisches an sich haben und laut ‚Ich habe Hunger‘ schreien, wenn sie zum Essen kommen“, hat er postuliert, der selber raffinierte Menüs zubereitete und Kochrezepte sammelte.

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Festtagsweine: Hochgenuß mit Schampus, Port und Riesling

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Die Festtage sind nahe und somit deren kulinarische Inszenierung inklusive der Frage, welche Getränke aus dem Keller geholt werden sollen. Der Durst ist neben dem Hunger und wohl noch vor der Liebe der getreueste Begleiter des Menschen. Er hat stets das letzte Wort und überlebt jede Befriedigung, was ein genialer Zug der Schöpfung ist, denn ewige Sattheit würde nicht nur das Ende aller Hoffnung bedeuten, sondern uns, die wir das Leben auch genüsslich durch das Weinglas betrachten, ebenso interessanter wie faszinierender Erlebnisse berauben. Ob man nun freudlos trinkt, aus sozusagen existenziellem Zwang, weil die Natur unerbittlich ihren Tribut fordert, oder vergnügt bis hin zum sinnlichen Behagen: Trinken muss der Mensch und so spricht alles dafür, aus der Pflicht eine Kür zu machen.

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Irritation der Weinnasen oder: Konfusion der Sinne bei Blindproben

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Das Trinken und Bewerten von Wein ist – wie alles Ästhetische – eine Frage des persönlichen Geschmacks. Der eine ist ein Körpertrinker. Der liebt die kraftvollen Gewächse, kein Wein kann ihm wuchtig genug sein. Robert M. Parker, der ebenso berühmte wie umstrittene Weinkritiker aus den USA, ist ein Vertreter dieser Fraktion mit der Folge, dass opulente Weine von ihm quasi vollautomatisch höher eingestuft werden als Kreszenzen mit Finesse. Der Eleganztrinker wiederum, international lange repräsentiert durch Michael Broadbent, schätzt im Wein die feinen Töne, die subtil ziselierte Vielschichtigkeit. So individuell wie die Weine sind eben auch die Trinker. Die oft zu registrierenden, teilweise gravierenden Unterschiede in den Bewertungen gründen freilich auch in der jeweiligen Erwartungshaltung.

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Unsinn mit Methode: die rhetorischen Pirouetten der Duftfetischisten

Auwis Auslese

Geschrieben von: August F. Winkler

Die Experten von "Knaurs" definieren Sprache als "System von sinnvoll verbundenen Lauten, mit dessen Hilfe Gedanken und Gefühle ausgedrückt und Informationen vermittelt werden“. Für den Philosophen stellt die Sprache den geistigen Zusammenhang zwischen den Sprechenden her, und bei Schiller, der nach dem harschen Urteil seines Jugendfreundes Petersen im Sinnlichen ohne Feingefühl war, angeblich kratzende Weine trank, salzigen Schinken aß und von garstigen Weibern umgeben war, doch Zitate im Dutzend produzierte, heißt es: „Stets ist die Sprache kecker als die Tat.“ Das gilt auch für die Beschreibung von Weinen.

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