Auwis Auslese

Rosé: ein Tanz zwischen Charme und Blabla in Pink

Geschrieben von: August F. Winkler

Der Sommer verändert die Körperchemie und somit auch die Bedürfnisse des Gourmets & Feintrinkers. Die schwere Bratpfanne wird jetzt öfter durch die Salatschüssel ersetzt. Scampi vom Grill, Tafelspitz, naturell in der Folie gedünsteter Fisch, Gemüsesülzen, Carpaccio und Nudeln, puristisch in Olivenöl mit Salbei oder Knoblauch herzhaft geschwenkt, sind aparte Speisen für das Mahl auf der Terrasse. Dazu passen naturgemäß Weine besonders gut, die frisch, würzig und spritzig schmecken. Kurzum: auch aus den Gläsern soll es unwiderstehlich nach Sommer duften. So wie jede Stimmung ihres speziellen Getränks bedarf, so hat auch jede Jahreszeit die ihr gemäßen Kreszenzen. Im Sommer ist die leichte Kavallerie unter den Weinen gefragt und insbesondere sind es die Rosés, die, nebenbei bemerkt, gute Partner einfacher Speisen sind.

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Kultur- versus Etikettentrinker

Geschrieben von: August F. Winkler

Die Welt des Weins ist groß und jeder töricht, der diese Vielfalt nicht nutzt. Nichts ist langweiliger als jeden Tag der gleiche Lieblingswein und sei der noch so extravagant. Beim Wein ist Monogamie unangebracht, Fremdgehen hingegen eine Tugend. Und so ist man als Weinfreund wie Don Juan ständig auf der Suche nach Neuem, wobei das Schöne ist, dass man im Unterschied zu Don Juan, dem Jäger und Gejagten der Liebe, im Wein auch seine genußvolle Erfüllung findet.

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Ferienweine: Freuden und Tücken mit Landweinen zwischen lecker und fade

Geschrieben von: August F. Winkler

Weine können dich bezaubern wie eine gute Fee, aber auch narren wie ein boshafter Zwerg. Solchen Koboldweinen begegnet man vor allem während des Urlaubs in mediterranen Regionen. Der Thymian duftet mit dem Lavendel um die Wette, die Grillen zirpen, Mücken fliegen ihre Hochzeitstänze: jeder kennt diese Sinfonie des Südens, komponiert aus Gerüchen und Geräuschen. Die Seele des Urlaubers räkelt sich wohlig und zur Vervollkommnung seines irdischen Glücks bestellt er sich noch eine Flasche. Einen schlichten, würzigen Landwein, nichts Großes, aber er passt zum Schinken, dem rustikal in Olivenöl gedünsteten Fisch oder den furchtlos gekräuterten Lammkoteletts, in jedem Fall zur Atmosphäre.

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Spargel liebt Weine mit Charakter

Geschrieben von: August F. Winkler

Über den Gaumen gepeilt gibt es relativ viele Weintypen, die man sozusagen gedankenlos zum Spargel trinken kann, ohne vorher eine der vielen Doktorarbeiten gelesen zu haben, die inzwischen zum Thema Speise und Wein geschrieben worden sind. Der Riesling wird ebenso wenig eine falsche Wahl sein wie ein Silvaner, ein Weißburgunder, ein Chablis oder weißer Bordeaux. Auch ein würziger Gavi aus dem Piemont oder ein provencalischer Blanc de Blancs sind wie ein Muskateller anständige Partner. Immer passend sind Grüner Veltliner aus Niederösterreich oder ein Sauvignon blanc, ob von der Loire, aus Neuseeland, Südafrika oder der Südsteiermark. Ein Geheimtipp ist der österreichische Neuburger. Der ist freilich rar und deshalb nur schwer zu bekommen, aber es ist ein Wein, der perfekt zu Spargel klassisch mit Sauce Hollandaise paßt.

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Emmerich Knolls Wachauer 2015: Weltklasseweine in statu nascendi

Geschrieben von: August F. Winkler

Man weiß nicht, wann der Genuß auf die Erde gekommen ist. War es eine göttliche Mitgift? Können auch Tiere genießen? Wer weiß das schon, als gewiß hingegen kann angenommen werden, daß Genuß eine Lebensform ist, zu der das Leiseste an Zärtlichkeit und das Gewaltsamste an Leidenschaft gehört. Fürs nackte Überleben ist Genuß nicht notwendig, aber ohne ihn wäre alles grau, fade, öde. Die Kunst des kultivierten Genießens ist es, die das Leben mit Freude erfüllt und es eigentlich lebenswert macht. Und das gilt in schönster, ja idealer Weise für jene zwei Magnumflaschen, die Emmerich Knoll am 8. April 2016 am Ende einer Weinverkostung, die den Jungweinen des Jahrgangs 2015 gewidmet war, aus dem Keller geholt und mit der Behutsamkeit, die ein Apotheker beim Abwiegen einer kostbaren Ingredienz aufwendet, entkorkt hat.

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