Auwis Auslese

Rheingau-Festival: große kulinarische Oper vom 25. Februar bis 13. März

Geschrieben von: August F. Winkler

Auch wenn man die vergangenen 19 Festivals mittendrin erlebt und genossen hat, so reibt man sich doch auch beim 20. noch erstaunt die Augen und fragt sich, wie es der verflixt geniale H.B. Ullrich, Hausherr im Hotel Kronenschlößchen und Chef des „Rheingau Gourmet & Wein-Festival“, korrekt: Geschäftsführender Alleingesellschafter, anstellte, erneut ein derart dicht geflochtenes Genußprogramm zusammenzustellen.

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Ein Hochamt des Weins mit Parker-100-Punkte-Gewächsen

Geschrieben von: August F. Winkler

Man weiß nicht, wann die Freude auf die Erde kam. Vielleicht waren schon Saurier und Urpflanzen euphorischer Gefühle mächtig. Wer weiß das schon, gewiß hingegen ist, daß sich bei mir große Vorfreude bereits beim Lesen der Menükarte dank des verheißungsvollen Titels Weltraritäten-Dinner: 100-Parker-Punkte-Weine einstellte. Die Erwartung war hoch, auch wenn die 100 Punkte von Robert M. Parker für einen Wein nicht vollautomatisch beinhalten, daß nun jeder Weinfreund quasi in dienstfertiger Ergebenheit ebenfalls für jede von diesem prominenten Kritiker absolut gekürte Kreszenz die Höchstnote ziehen müßte. Ein Eleganztrinker wird anders urteilen als ein Körpertrinker wie Parker mit dessen Faible für voluminöse Weine wie den kalifornischen 2004 Poker Face von Manfred Krankl oder den nicht minder wuchtigen 1998 Shiraz Greenock Creek von Roennfeldt Road, Australien.

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Jubiläumsweine auf das Jahr 2016

Geschrieben von: August F. Winkler

Es ist nur natürlich, daß der Mensch so ziemlich alles mag, was mit ihm selber zusammenhängt. Primär dient die Eigenliebe der Arterhaltung, doch zu den Spielzügen des Egoismus, den die alte, schlaue Schöpfung ihren Kindern injiziert, gehört neben dem überlebenswichtigen Maß an Barmherzigkeit, mit dem wir uns im Spiegel betrachten, auch die Mystifizierung von Zahlen, die als existenzielle Eckdaten eine Rolle spielen, beginnend bei der Geburt und endend mit dem Tod.

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1985er: Ungebeugte Weine mit Fruchtigkeit und Charme

Geschrieben von: August F. Winkler

Weine des Jahrgangs 1985 haben naturgemäß bereits eine wechselvolle Geschichte hinter sich – und, wie eine Revue am 27. November im schönen Hotel Kronenschlößchen im Rheingau genußvoll zeigte, noch eine Gegenwart voller Charme. Jedenfalls gilt dies für Gewächse von hoher Geburt und bester Pflege in den vergangenen 30 Jahren. Wie wichtig ideale Lagerbedingungen sind, das ergab eine fast zeitgleich inszenierte Verkostung von Bordelaiser Spitzenweinen im österreichischen Linz, bei der die Hälfte der Weine wegen fortgeschrittenen Verfalls als untrinkbar der Kanalisation überantwortet werden mußte (ein Gutteil dieser Kreszenzen kam aus dem Lager eines in Bayern ansässigen Raritätenhändlers, der freilich bekannt ist für Weine von obsoleter Herkunft).

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Riesling-Renaissance im Rheingau: Triumph von Rasse und Finesse

Geschrieben von: August F. Winkler

Von berühmten Schauspielern wie Gustav Gründgens heißt es, sie hätten vor Auftritten gesagt: „Alles Licht auf mich!“ Das ist das Recht des Stars. Bei den Weißweinen nimmt der Riesling so eine Sonderstellung ein. Selbstverständlich gibt es Stimmungen oder Speisen, zu denen ein respektabler burgundischer Chardonnay, rosenduftiger Traminer, vegetabiler Sauvignon blanc, stattlicher Chenin blanc, fülliger Viognier oder gewürziger Grüner Veltliner besonders gut paßt. Dann wiederum müssen Leib und Seele mit einem sinnlichen Pinot noir, elegantem Cabernet, warmwürzigem Merlot, feurigem Syrah oder ernsthaftem Barolo beglückt werden. Aber jederzeit willkommen, ob als Solist oder Essenspartner, ist der Riesling. Er ist das hohe C unter den Rebsorten und löst, beste Herkunft vorausgesetzt, als quasi flüssige Skulptur mit jedem Schluck das aus, was Goethe unübertrefflich so formuliert hat: „Freue dich Seele, jetzt kommt ein Platzregen.“

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