Fattoria Nittardi: Weingenuß mit Chianti Classico, Riserva und Nectar Dei

Ort der Handlung war das schöne Hotel Kronenschlößchen in Hattenheim, wo am 4. März 2017 im Rahmen des Rheingau Gourmet- und Weinfestivals insgesamt 12 Weine der toskanischen Fattoria Nittardi entkorkt worden sind: je vier Gewächse der drei Kategorien Chianti Classico, Riserva Selezionata und Nectar Dei in Jahrgängen zwischen 1995 und 2014, überwiegend aus der Magnum. Präsentiert worden sind die Gewächse von Léon Femfert, der als Sohn der Eigner – Dr. Stefania Canali und Peter Femfert - das Gut führt. In den letzten drei Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts waren die Weinfreunde in die „Ente“ nach Wiesbaden gepilgert, ins Hamburger „Le Canard“ oder den „Königshof“ in München, wo große Verkostungen im Dutzend stattgefunden haben, doch inzwischen hat HB Ullrich, der Hausherr und Gentlemanhotelier, sein Kronenschlößchen zu einer Drehscheibe für attraktive Weinproben gemacht.

Wer von der Höhe des Piazzale Michelangelo auf Florenz hinabschaut, über Brücken, Bargello, Duomo und Villen hinweg, mag an die Künstler denken, die hier einem neuen Weltgefühl und sich selbst ein ewiges Denkmal gesetzt haben. Anderen fallen vielleicht die Etrusker ein oder das Lächeln der Gioconda, der Heiteren, wie da Vinci’s Schöne in deutscher Übersetzung heißt. Gourmets wiederum wird vollautomatisch Genüßliches in den Sinn kommen wie aparte Küchenkunststücke und natürlich der Wein, der seit tausend Jahren die anmutig hügelig gefaltete Landschaft zwischen Florenz und Siena bestimmt. Es ist ein Wein, der an Iris, Veilchen, Heidekraut, Lavendel und Rosen erinnert, an neblige Herbstwälder und Pilze, an Sauerkirsche, Pflaumen, Mandelblüten, schwarze Oliven, Trüffel, Wacholder, Lakritze und vom Wind zärtlich gestreichelte Zypressen.

Nittardi Gut

Der Chianti! Der Klassiker aus der Toskana ist seit Generationen der populärste Rotwein der Welt, besungen in Schnulzen und ein Symbol heiterer mediterraner Lebensart. Das war bis in die Siebziger des vergangenen Jahrhunderts hinein freilich so ziemlich das Positivste, was sich über den Chianti alten Stils, ja, den in der Bastflasche, sagen ließ. Der war mehr Grundnahrungsmittel als Genuß verheißend. In der gehobenen Weinszene galt der Wein als Outlaw – dünn, ein netter Fruchtbengel mit flüchtigem Charme, der allenfalls vor Ort zu Pasta & Pizza paßte. Basta! Doch plötzlich fand eine Wandlung statt, mutierte der Chianti, langsam erst und mit zunehmender Drehzahl energisch angetrieben von einer neuen Winzergeneration mit Ehrgeiz, zu einem achtbaren Rotwein in der eleganten Schulterflasche.

Man sprach vom toskanischen Weinwunder, zusätzlich beflügelt durch Supertuscans à la Sassicaia, Solaia, Tignanello & Co. Aus dem derben Landkind wurde eine fesche Principessa, nur: Die Leitrebe des Chianti, der Sangiovese, ist geradezu beängstigend anfällig für Überproduktion und schlechte Winzer, und so kam es, daß Massenproduzenten den mühsam erworbenen guten Ruf des Neo-Chianti mit Gewächsen für weniger als drei Euro wenn schon nicht ruinierten, so doch ramponierten, bis es um die Jahrtausendwende zu einer zweiten Renaissance kam, die bis heute anhält, beginnend im reinsortig aus Sangiovese gekelterten Chianti Classico und gipfelnd in der Riserva sowie der 2013 neu geschaffenen Gran Selezione, die auch mit toskanafremden, aber geschmacksfördernden Rebsorten wie Cabernet oder Merlot angereichert werden dürfen.

Nittardi Femfert_Leon_Barrque

Je nach Lage, Jahrgang, Ausbaustil und Philosophie des Winzers kann der Wein schlank sein oder von barocker Fülle, athletisch gebaut oder grazil strukturiert. Es lebe die toskanische Individualität. Charakteristisch für den Chianti des neuen Typs bester Herkunft ist eine dunkelrubinrote Farbe (mit Lilaschimmer in der Jugend) und ein Aroma nach roten Früchten (Sauerkirsche, Beeren), Blumen (Veilchen, Flieder, Rosen), Zedernholz, Kräutern sowie Leder und einem ominösen Hauch nach Teer, wie er auch im Barolo zu finden ist. Man kann diesen speziellen erdigen Duft auch als schwarze Trüffel interpretieren, doch Teer ist keine schlechte Assoziation. Beim Ausbau in neuem Holz gesellen sich gewürzige Noten à la Vanille, Zimt, Nelke, Minze sowie Röstaromen hinzu, die an Kaffee, Tabak und getoastetes Brot erinnern; im Alter wandelt sich das Holzparfüm ins Schokoladige und Lakritzige.

Es versteht sich, daß es beim Chianti keinen Prototypen gibt, keine allgemeingültige Duft- und Geschmacksnorm. Und bei aller Freude über die neue Chianti-Kultur darf nicht übersehen werden, daß nicht jede Kreszenz eine Offenbarung ist, daß es immer noch reichlich Mittelmaß gibt. Der eine Winzer schlampt unverdrossen im alten Trott dahin, ein anderer experimentiert allzu wild mit neuen Rebsorten, Cuvées und Kellertechniken, ohne daß etwas Gescheites dabei herauskommt. Naturgemäß gibt es unter den Gütern auch ein qualitatives Auf und Ab: ehedem ehrwürdige Namen verblassen, während gleichzeitig Neulinge – darunter nicht wenige betuchte Quereinsteiger - mit Spitzenweinen überraschen. Was ist Sein, was lediglich Schein? Bei der Suche nach dem guten Chianti gibt es nur einen Richtwert: das Weingut!

Fattoria Nittardi: die Liaison von Wein und Kunst

Nittardi Menue_tbEs heißt, man könne im 21. Jahrhundert, dem Zeitalter, in dem das Mail den Brief verdrängt und der Roboter bald den Menschen ersetzt haben wird, keine Märchen erzählen. Gewiß frikassiert die Technologie die Seele, aber wenn eine Geschichte sich wie ein Märchen anhört, darf die auch so beginnen. Also, es war einmal ein der Schönheit im Sinne von Kunst und Genuß hingegebenes Paar, das sich in ein altehrwürdiges, doch vernachlässigtes Weingut mittendrin in der Toskana, einsam und idyllisch nahe Castellina gelegen, verliebte, es 1982 kaufte, mit hohem Aufwand sanierte, zu einem stattlichen 12-Hektar-Gut ausbaute und mit dem 1981er als Jungfernjahrgang einen Achtungserfolg einheimste. Im 16. Jahrhundert gehörte das weitläufige Gut dem Renaissancekünstler Michelangelo Buonarroti der, als er 1549 die Sixtinische Kapelle malte, seinem Neffen Lionardo schrieb: „Mir sind zwei Weinfässer lieber als acht Hemden“.

Das Paar: Dr. Stefania Canali, promovierte Kunsthistorikerin aus Venedig und Peter Femfert, Galerist und Kunstverleger aus Frankfurt. Femfert, ein Mann von Stil und Gespür für Marketing, wußte, wie man sich als Neuling im Chianti-Labyrinth profilieren konnte und ließ bereits das Etikett seines Erstlingsweins von Bruno Bruni künstlerisch gestalten. Femfert: „Ich habe einfach die Idee von Mouton übernommen und in meinem Sinne weiter entwickelt.“ Seither wird jeder Jahrgang in limitierter Anzahl künstlerisch geschmückt, finden sich Namen wie Friedensreich Hundertwasser, Tomi Ungerer, Alfred Hrdlicka, Pierre Alechinsky, Yoko Ono, Horst Janssen, Paul Wunderlich, Karl Otto Götz, Günter Grass, Dario Fo. Neben dem Etikett ist auch das die Flasche umhüllende Papier vom jeweiligen Künstler gestaltet.

Nittardi Peter_u_Stefania_Femfert
Vier Jahre später, 1985, gab es die erste Riserva Selezionata – ein Wein, der auch qualitativ eine neue Ära einleitete, inzwischen als Rarität in der Schatzkammer gehütet und nur noch an Weihnachten en famille entkorkt wird. Im Jahre 1999 erwarb das Paar in der vor 25 Jahren für gehobenen Weinbau neu entdeckten Maremma brachliegendes Land, das in blühende Weingärten umgewandelt wurde und 2003 als Premiere den Nectar Dei hervorbrachte – die Standardcuvée ist ebenfalls himmlisch getauft und heißt Ad Astra (ein Mix aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon, Merlot, Syrah). Zum Repertoire gehört schließlich ein Weißwein aus der Maremma namens Ben, gekeltert aus Vermentino, einer autochthonen Rebsorte. Die Vollendung ist für Stefania Canali und Peter Femfert, die das Schöne suchen und in der Toskana gefunden haben, freilich der Nectar Dei. Auf Nittardi werden auch landwirtschaftliche Erzeugnisse wie Olivenöl, Grappa und Käse verkauft; zudem können Ferienwohnungen gemietet werden. Insgesamt werden pro Jahr um die 130 000 Flaschen gefüllt. Mehr Informationen gibt es unter: www.nittardi.com sowie www.stefania-canali.de

Die Weine:

2014 Casanuova di Nittardi Vigna Doghessa, Magnum:

Dunkelrubin mit Lilaschimmer fließt der Wein ins Glas und verströmt feine florale Noten wie Veilchen und Flieder, ergänzt um weitere, für einen Sangiovese typische Aromen à la Kirsche, Waldhimbeere, eingelegte Pflaume und mediterrane Kräuter. Im Geschmack finden sich balsamische Noten. Die Säure ist etwas fordernd, der mittelgewichtige Wein ist ja noch jung und entwicklungsfähig, generell gut balanciert. Der Jahrgang war problematisch, einem kühlen und feuchten Frühjahr sowie Sommer folgte ein schöner Herbst, der die Ernte rettete. Auf eine Riserva wurde verzichtet.

Léon Femfert beschreibt den Casanuova als „femininen Wein, der die Eleganz des Sangiovese und das Terroir am besten darstellt“. Ab 2012 wird der Wein reinsortig aus Sangiovese der Einzellage Vigna Doghessa gekeltert; davor waren in der Cuvée drei bis fünf Prozent Canaiolo nero enthalten – diese Trauben fließen nun in den Einsteiger-Chianti Classico Belcanto. Der Wein wird überwiegend in Fässern aus Eiche und Kastanie der zweiten Belegung ausgebaut, abhängig vom Jahrgang ist auch fünf bis zehn Prozent neues Holz im Spiel. Im Jahresschnitt werden 30 000 Flaschen gefüllt.

2013 Casanuova di Nittardi Vigna Doghessa, Magnum:

Rubinfarben. Der erste Eindruck ergibt florale Aromen wie Veilchen nebst etwas Flieder, gefolgt von Kirsche, Waldhimbeere und Kräutern, etwas Vanille sowie Lakritze. Der bestens gerundete Wein mit den fein gereiften Tanninen verfügt über Finesse, gibt sich noch etwas verknospt und zeigt im Glas, daß er Luft und Zeit benötigt. Der Jahrgang gilt als Klassiker.

Nittardi Classico_2013_Clement Alain Clément hat Etikett und Einschlagpapier für den Jahrgang 2013 geschaffen. Peter Femfert hat einen Künstler gesucht, der „diesen sonnigen, explosiven und zugleich sanften Jahrgang interpretiert


2009 Casanuova di Nittardi Vigna Doghessa, Magnum:

Tiefes Granatrot. Komplex gefächertes Bukett mit Noten von Veilchen, Kirsche, roten Beeren und etwas Schokolade, feinwürzig abgerundet. Ein klassisch gereifter Chianti, stilistisch robuster angelegter als die Nachfolger ab 2012.

2007 Casanuova di Nittardi Vigna Doghessa, Magnum:

Fein gereift, hat Finesse und zeugt vom Potential der Lage. Der Wein schmilzt seidig auf der Zunge, die Aromatik ist ziseliert mit Noten von Veilchen, Bitterschokolade, etwas Karamell sowie einem Hauch von Zimt.

2011 Nittardi Riserva Selezionata, Magnum:

Nittardi RiservaKirschenrot mit Hauch Purpur. Dicht geflochtenes Bukett mit Noten von Veilchen, Kirsche, Pflaume und Vanille als Mitgift des Holzes. Ein Wein von geschmeidiger Fülle mit zarter Extraktsüße in Kombination mit feinen Röstnoten nebst etwas Marzipan. Balsamische Noten runden das dichte Aromengeflecht ab. Hat eine respektable Länge. Der Wein, etwas leichter angelegt als der 2010er, bringt Poesie ins Leben.

Die Riserva wird nur in sehr guten Jahrgängen aufgelegt; keine Riserva gefüllt wurde in Jahren wie 1986, 1987, 1989, 1992, 2002, 2014. Seit dem Jahrgang 1996 ist die Merlot ein fester Bestandteil der Riserva – in der Regel variierend je nach Jahrgangstyp zwischen drei und acht Prozent. In den 80er-Jahren ist der Wein in großen Fässern aus (slowenischer) Eiche sowie Kastanien ausgebaut worden, ab Anfang der 90er sind die großen Kastanienfässer durch Barriques ersetzt worden. Ende der 90er erfolgte der Ausbau komplett in Barriques, seit 2007 sind 500-Liter-Fässer im Einsatz. Naturgemäß ist die Riserva kraftvoller angelegt als der Chianti Classico, dichter in der Frucht, reicher in der Aromatik, eleganter im Stil, nachhaltiger und länger im Geschmack. Im Jahresschnitt werden um die acht- bis zehntausend Flaschen gefüllt.

2010 Nittardi Riserva Selezionata, Magnum:

Dunkelrot. Verheißungsvoller Duft, reich, dicht und zugleich klar gewoben mit Noten von roten Beeren, gepaart mit floralen sowie würzigen und kräuterigen Aromen nebst etwas Schokolade. Ein eleganter Wein aus einem sehr guten Jahr mit fein gesponnenen Tanninen und langem Nachklang.

2006 Nittardi Riserva Selezionata:

Granatrot mit dunklem Kern und leichtem Lilaschimmer. Fein gereift. Beeindruckend, ja bestechend ist die intensive Frucht, gepaart mit raffinierter Würze nebst etwas Kakao. Der Wein verfügt über eine samtige Textur, er hat Länge und entwickelt sich im Glas. Ein Wein mit subtiler Erotik.

1995 Nittardi Riserva Selezionata:

Granatrot, gereift. Eine Fülle an Aromen bündelt sich zu einem reichen Duftstrauß, komponiert aus Kirsche, gerösteter Mandel, schwarzem Assam-Tee, eingelegter Pflaume, Leder und einem Hauch von Räucherspeck – wie er übrigens auch in manchen Spätburgundern zu finden ist, speziell jenen aus Assmannshausen im Rheingau. Der Wein verfügt noch über eine gute Konzentration, im Glas blüht er erst einmal auf, danach macht sich eine Säure von abbauender Wirkung bemerkbar, dennoch: Respekt vor diesem 22jährigen Chianti. Es ist ein Wein mit Patinaschimmer und Charme.

2012 Nectar Dei Maremma IGT, Magnum:

Nittardi Nectar_2012Nomen est omen. Der Wein, ein Supertuscan der neueren Generation, glänzt in Dunkelrubin mit Purpur. Schon der erste Nasenzug offenbart eine Duftkaskade von gleichermaßen reicher wie vielschichtiger Fülle nach Schwarzkirsche, schwarzen sowie roten Johannisbeeren, etwas Vanille und sanften Röstaromen sowie schwarzer Trüffel und schwarzem Darjeeling-Tee second flush nebst einem leicht floralen Hauch à la Rosen. Kraftvoller Körper, kompakt und dabei samten gebaut, komplex mit fein ziseliertem Tannin, das im langen Nachklang sich noch leise und auf angenehme Weise meldet. Ein Wein mit starkem Charakter, noch ein Baby, aber alle Faktoren weisen in Richtung einer hochgrazilen Kreszenz mit gutem Lagerpotenzial.

Peter Femfert über seinen Nectar Dei: „In der südlichen Maremma zwischen Montiano und Scansano haben wir auf 250 Meter Seehöhe aus einem brachliegenden Stück Land (37 Hektar) einen prachtvollen, fruchtbaren Weingarten geschaffen, den Mongibello delle Mandorlaie. Den Namen Nectar Dei hatten wir sozusagen im Hause, es war nämlich der antike Name des Weingutes Nittardi, entdeckt in einem Dokument aus dem Jahre 1183.“ Der erste Jahrgang stammt von 2003 und war eine Komposition aus 50 Prozent Cabernet Sauvignon, 30 Prozent Merlot, 15 Prozent Syrah und 5 Prozent Petit Verdot – letztere Rebsorte, eine Ur-Traube aus dem Bordelais, verfügt über ähnliche Talente wie der Cabernet und sorgt, sofern ideal ausgereift, für eine duftreiche Mitgift. Seither gibt es in jedem Jahrgang einen Nectar Dei – das IGT steht übrigens für Indicazione Geografica Tipica. Im Schnitt werden pro Jahrgang um die 8 000-10 000 Flaschen gefüllt (beim Premierenjahrgang 2003 waren es 5 000.

Mittlerweile hat sich die Cuvée geändert. Das Herzstück ist nach wie vor der Cabernet, wohingegen vor allem die Merlot zugunsten des Petit Verdot reduziert worden ist. Der Anteil des PV liegt nun zwischen 20 bis 25 Prozent (beim 2014er sind es sogar 50 Prozent). Léon Femfert begründet dies so: „Cabernet und Merlot können in jungen Jahren sehr dominant und fast zu kräftig sein. Die Rebsorte Petit Verdot wiederum kann, wenn sie während des Gärprozesses richtig behandelt wird, das heißt schonend mit wenig Umpumpen und wiederholtem Eintauchen des Tresters, sehr elegant und voller Finesse sein, fast feminin. Das finden wir interessant, wir möchten ja trotz des warmen maremmischen Klimas elegante und langlebige Weine erzielen.“

Jedenfalls ist dieser Gottesnektar ein Wein von suggestiver Wirkung und sozusagen das Herz-As in der Weinkollektion der Fattoria Nittardi.

2008 Nectar Dei Maremma IGT, Magnum:

Tiefdunkles Rot mit Lila. Opulent gefaßtes Bukett mit Noten von Kirsche, Pflaume, roten Beeren und Vanille nebst aparten Einsprengseln von Minze sowie etwas Lakritze. Der Körper ist kräftig gebaut, elegant texturiert mit dichter Frucht und feiner gewürzigen Untermalung. Noch sehr jung. Ein Wein mit starkem Körper – und ich füge hinzu: mit Seele.

2006 Nectar Dei Maremma IGT, Magnum:

Dunkelrot. Verheißungsvolles, vielschichtig angelegtes Bukett mit Aromen à la dunkler Kirsche, Cassis, Brombeere, schwarzem Assam-Tee und einem sanften Hauch von Zitruszesten, ergänzt um reifere Noten wie Leder sowie Zeder. Reich gebauter Fruchtkörper mit guter Balance, geschmeidig geglättetem Tannin, langem Nachklang.

2005 Nectar Dei Maremma IGT:

Dunkelrot. Bezauberndes Bukett, ein Strauß aus roten Früchten nebst Gewürzen (wie Zimt), flankiert von Tabak, Vanille, Trüffel, Rosen und schwarzem Assam-Tee. So muß es geduftet haben, als Scheherezade in 1001 Nächten ihre Märchen erzählt hat. Ein Wein, der Kraft mit Eleganz verbindet. Im langen Nachklang schwingt auf angenehme Weise ein leicht animalischer Gout mit - ein Ton, wie er auch großen roten Burgundern eigen ist.

Nittardi-Plakat Kuenstleretiketten_1981-2013

Journal bekommen!

Wort der Woche

„Der Wein macht den Maulwurf zum Adler“

Nadar

Dieses ebenso skurille wie poetisch erhöhte Bild hat Charles-Pierre Baudelaire (1821-1867) entworfen, der geniale französische Lyriker, Schriftsteller, Essayist, Dandy, Wagnerianer und Weinkenner, der vor allem mit seiner „Die Blumen...

weiterlesen

Gericht der Woche

Königsberger Klopse von Tante Therese
(angelegt für vier Personen)

Zutaten Klopse:

Wein der Woche

2008 Château de Pez, Cru Bourgeois, St. Estephe

Dunkelrot und mit einem jugendliche Frische signalisierenden Lilaschimmer fließt der Wein ins Glas, aus dem im Nu ein dicht geflochtenes Bukett...

weiterlesen