Sassicaia

Sassicaia: der rote Star aus der Toskana mit Jahrgangssteckbriefen von 1970 bis 2004

Es ist ein Bild von erhabenem Ernst, wie der Marchese Nicolò Incisa della Rocchetta einen Wein probiert. Der Mann hat nämlich das, was der Volksmund durchaus respektvoll einen „Mordszinken“ nennt – und der verleiht ihm offenbar einen ausgeprägten Geruchssinn. Jedenfalls nimmt der Edelmann, Chef des 2 500 Hektar großen, 50 Kilometer südlich von Livorno in Meeresnähe gelegenen Landguts San Guido, auf dem er Rennpferde züchtet, Blumenzwiebel sowie Getreide anbaut, Olivenöl presst, doch auf 37 Hektar vor allem den weltberühmten, schon Legende gewordenen Rotwein namens Sassicaia produziert, von jedem Wein erst einmal einen andächtig tiefen Nasenzug, bevor er ihn schluckt. Besonders innig riecht der am 28. März 1936 in Rom geborene Marchese am 1985er Sassicaia.

Der 85er war denn auch der mit erhöhter Spannung erwartete Star einer von den Weinhandelsfirmen „Weinart“ und „Alpina“ (www.alpinawein.de) inszenierten Weingala, bei der, kommentiert vom Marchese, dieser längst zum Kultwein avancierte Rote in den Jahren von 1970 bis 2004 nahezu lückenlos verkostet worden ist. Schon das dunkle Rot signalisierte die immer noch schmeckbare Größe des 1985ers. Das Bukett ist dicht, die Nase nimmt dunkle Beeren wahr nebst Vanille, Zedernholz, einem Hauch von Minze und einer feinen, tabakig unterlegten Süße. Der Wein ist nicht so differenziert gewoben wie ein Grand Cru aus dem Médoc, in den letzten Jahren auch etwas zahmer geworden, doch immer noch ein Fruchtmonster und Schreck namhafter Bordelaiser Gewächse bei Blindproben. Entsprechend ist der Preis; auf Auktionen bringt der 85er zwischen 750 und 1000 Euro pro Flasche. Für einen Sassicaia aus sehr gutem Jahr à la 1996 sowie 1998 müssen um die 120 bis 150 Euro bezahlt werden.

Über Größe verfügt auch der 1988er, der in seiner ernsten Art mit einem Château Latour zu vergleichen wäre, wohingegen der von Haus aus opulentere und gewürzigere 85er stilistisch mehr einem Mouton-Rothschild gleicht. Generell gilt, dass der Sassicaia von seiner Anlage her ein eher ernster Wein ist und die Antithese zu dem heute populären Weintypus der gefälligen, schmeichlerischen Art. Der Marchese, der seinen Wein gerne als „mediterranen Cabernet“ tituliert, will kein modisches Gigerl. Er legt Wert auf einen Wein, der das Terroir verkörpert und über eine straffe Struktur sowie Langlebigkeit verfügt. Die mitunter ungestüme Wucht eines jungen Sassicaia aus großem Jahr wird denn auch von ungeübten Verkostern gerne als Schwäche missdeutet, doch Weine wie der 31 Jahre alte 75er oder der 85er mit seinen 21 Jahren zeigen, welches Potential in ihnen steckt.

Nach wie vor mit Genuß zu trinken sind Jahrgänge wie 1975, 1977, 1979 und 1981 – gewiß schon leicht ätherisch gereift, doch nach wie vor fest gebaut und ohne wesentliche Runzeln. Sehr gute bis große Jahrgänge bei Sassicaia sind: 1975, 1977, 1979, 1981, 1985, 1988, 1990, 1996, 1998, 1999, 2001, 2004. Lecker schmecken 1976 (freilich recht rustikal), 1978, 1982, 1986, 1994, 1995, 1997, 2000, 2003. Delikat, doch unaufregend: 1983, 1987, 1989. Über leicht morbiden Charme verfügen 1970und 1980. Klein, passabel geraten sind 1984, 1991, 1992, 1993, 2002. Jahrgänge wie 1969 und 1973 sind aufgrund der miesen klimatischen Bedingungen nicht als Sassicaia etikettiert, sondern anonym verkauft worden.

Was übrigens kaum bekannt ist: Vom 1985er hat der Marchese probeweise eine kleine Menge nach klassischem Médoc-Muster mit etwa einem Drittel Merlot ausbauen lassen, doch das Ergebnis hat nicht überzeugt, was möglicherweise daran lag, dass es dem von einem Nachbargut bezogenen Wein an Klasse mangelte. Das Experiment wurde gestoppt, seit 1985 setzt sich der Sassicaia – steht übrigens für „steiniges Feld“ - im Schnitt aus 85 Prozent Cabernet Sauvignon und 15 Prozent Cabernet Franc zusammen; vor 1985 lag der Verschnittanteil an Cabernet Franc um die 25 Prozent. Der Wein reift bis zu 24 Monate lang in Barriques aus französischer Eiche, die je nach Jahrgang zwischen ein und zwei Drittel aus neuem Holz bestehen. Zur Zeit werden pro Ernte rund 180 000 Flaschen gefüllt.

Der erste Sassicaia, der vermarktet worden ist, war der 1968er. Der Wein, eine Rarissima, gefällt heute noch durch einen Hauch von Charme, der wohl ins Morbide weist, doch mit seiner sanftwürzig unterlegten, an welke Rosen erinnernden „Todessüße“ noch den Respekt des Liebhabers verdient. Davon sind 7 300 Flaschen gefüllt worden. Begonnen hat die Geschichte dieses außergewöhnlichen Weins 1942, als der Marchese Mario Incisa, ein Mann von erlesenem Geschmack, der beim Wein – wie damals die italienische High Society allgemein – die roten Bordelaiser schätzte, von einem befreundeten Aristokraten einige Setzlinge Cabernet Sauvignon bekam. Der Vater von Nicolò wollte, weil im Krieg der geliebte Médoc kaum zu bekommen war, sich trinkmäßig sozusagen autark machen.

sassicaiaportraetmarcheseincisaDie ersten Jahrgänge desillusionierten, was allerdings auch daran lag, dass man den Wein nach italienischer Sitte jung trank – zu jung für einen Cabernet, der in diesem Stadium vordergründig kräuterig und vor allem tanninbitter schmeckt. Der Wein wurde vergessen, zumal nach dem Krieg die Lieferungen aus Bordeaux wieder flossen. Eher per Zufall probierte der Sohn im Sommer 1959 einen der älteren Jahrgänge. Er war angetan, fand sich bestätigt durch Kenner und überlegte, den Sassicaia, so benannt nach dem gerade mal 1,5 Hektar großen Ur-Weinberg auf 300 Meter Seehöhe hinter den Ruinen des Schlosses von Castiglioncello, zu kommerzialisieren.

Der Durchbruch zum Kultwein kam mit dem 1972er, der 1978 bei einer vom Weinmagazin „Decanter“ in London organisierten internationalen Cabernet-Verkostung von Fachleuten auf den ersten Platz gepunktet worden ist. Die Sensation war perfekt. Vom 72er, dem letzten reinsortig aus Cabernet Sauvignon bestehenden Sassicaia, sind 5 873 Flaschen gefüllt worden. Der Wein schmeckt pflaumig, leicht minzig und weist die für ältere Sassicaia nicht unübliche flüchtige Säure auf. Mehr Charakter und fein ziselierte Noten haben aus der 70er-Dekade der 1979er und vor allem der 1975er, der als „Cheval Blanc“ der Toskana gerühmt wird.

Der 1977er war der erste Jahrgang, der überwiegend (ab 1979 komplett) in Barriques aus französischer Eiche ausgebaut worden ist; bis dahin reifte der Wein in slowenischem Holz. Gegen Ende der 70er-Jahre bekam der Sassicaia zunehmend mehr Eleganz, bedingt durch eine Verbesserung der Kellertechnik und eine strengere Selektion der Trauben; rund ein Drittel der Fässer wird jedes Jahr erneuert. Seit 1982 wird der Wein in der gutseigenen Kellerei ausgebaut. Ab 1994 steht nicht mehr „Vino da tavola“ auf dem Etikett, denn dem Sassicaia ist als Ausnahmewein eine eigene Appellation zuerkannt worden: die DOC Bolgheri Sassicaia. Heute ist der Sassicaia ein moderner Klassiker: nach französischem Vorbild gemacht – und selbst ein Vorbild zahlreicher Nachahmer - , aber keine Bordeaux-Kopie, sondern ein Wein eigenständigen Charakters mit sozusagen toskanischem Innenleben.

Sassicaia Steckbriefe:
  • 2004: Verheißungsvoller Duft, dicht strukturiert, komplexe Aromatik, ein Fruchtbündel. Hat Stil, Charme und viel Potential. Elegant.
  • 2003: Vollmundig, würzig, noch jugendlich tanninbetont, mittelgewichtig. Solide, gut, klassischer Typus ohne Größe.
  • 2002: Gefällig fruchtig, pflaumig, leicht süßlich mit karamelligem Einschlag. Hauch von Lakritze. Ein Leichtgewicht, bißchen eindimensional, früh reif.
  • 2001: Konzentriert in Duft wie Geschmack. Aromen nach schwarzer Johannisbeere, Kirsche, Vanille, Kokos, Kräuter und exotischen Blüten nebst etwas Zedernholz, Tabak sowie Bitterschokolade. Noch ziemlich zugeknöpft, beginnt sich langsam zu glätten. Gutes Potential.
  • 2000: Klassisches Bukett nach dunklen Früchten (Cassis, Zwetschge), Zeder, Tabak, Bitterschokolade, gewürzig unterlegt. Feste Struktur, dicht gewoben. Klassiker.
  • 1999: Aromenmix aus dunklen Früchten, gewürzig (Spur von scharzem Pfeffer) und leicht minzig. Opulent gebaut. Hat Anlage zur Größe.
  • 1998: Kompakter Duftstrauß nach Cassis, Kirsche, Zedernholz nebst einem Hauch Bitterschokolade sowie Minze. Dicht gebündelter Fruchtkörper. Langer Nachgeschmack. Anlage zum großen Wein.
  • 1997: Schmeichlerisch, Duftmix aus roten Früchten (Brombeere, Pflaume) und Blüten à la Flieder, gefolgt von etwas Minze und Tabak. Ist schon gut geöffnet. Mittelgewichtig und delikat.
  • 1996: Reiches Aromenbündel aus roten Früchten, Gewürzen (Pfeffer, Nelke), etwas Zedernholz, Minze und Bitterschokolade. Konzentrierter, fest gewobener Körper, komplex und fordernd. Langer Nachklang. Zeigt schon Eleganz, verfügt über großes Potential. Der Marchese hatte im Herbst die Nerven behalten und erst nach dem Regen ab dem 20. Oktober geerntet. Suggestiver Wein. Wohl größer als 1995.
  • 1995: Vielschichtiges Bukett nach roten Früchten, Zedernholz und Röstaromen wie Kaffee nebst etwas Kakao. Rund und dicht strukturiert mit opulentem Einschlag. Feines Tannin, Hauch von Süße. Distinguierter Wein mit Charme.
  • 1994: Üppiger Duft nach Cassis, Sauerkirsche, Tabak, zart unterlegt durch Vanille und etwas Karamell nebst leicht ungustiösen Tönen à la Toast und verbrannte Milch. Kein Kraftprotz, dafür sanft nuancierte Aromatik. Schlank und finessig, doch im Abgang stört etwas Säure.
  • 1993: Duft nach Kirsche, Zedernholz, Vanille und ein wenig Teer. Eher eindimensional, kurz im Abgang, wirkt etwas dumpf. Leichtgewichtig, Hauch von Charme.
  • 1992: Füllige Aromatik nach roten Früchten, Vanille, Tabak, Kräutern und Minze. Bereits sehr zugänglich. Passabler Lunchwein.
  • 1991: Weich, fruchtig mit Hauch Süße. Kräuter und Minze prägen das Bukett. Etwas changierend mit leicht grüner Note. Klein, doch passabel.
  • 1990: Verheißungsvolles Bukett, reich und ziseliert nach dunklen Früchten (Sauerkirsche, Pflaume, Cassis) nebst Dörrobst und flankiert von Bitterschokolade. Feste, dichte Struktur. Köstliche Süße. Ein suggestiver Wein mit ernstem Charakter, am Beginn seiner Karriere.
  • 1989: Kräftiges Bukett nach Dörrpflaumen, Tabak, Leder, Kräutern, Vanille und Röstaromen wie speziell Kaffee. Gewürzig, charmant, in der Standardflasche schon etwas ätherisch und kurzatmig.
  • 1988: Feste, dichte Aromatik mit Tiefe, geprägt von Waldbeeren, Tabak, etwas Minze und Rösttönen wie Kaffee. Fein gereiftes Tannin, aparte Süße. Komplex geschichteter starker Körper. Intensiver Nachklang mit geziemender Finesse. Elegant, groß. Der Marchese setzt ihn mit dem 85er gleich.
  • 1987: Würzig mit Hauch von Tabak, Minze und Estragon. Geschmeidiger, mittelgewichtiger Körper, benötigt Luft. Im internationalen Vergleich ein vorzüglich gelungener 87er mit Delikatesse.
  • 1986: Viel versprechendes Bukett, subtil gefächert nach roten Früchten (Sauerkirsche, Johannisbeere) Zedernolz, Kräutern, Tabak, Röstaromen und einer blumigen, an Rosen erinnernden Tönung. Samtige Kraft, sanftwürzig. Graziler Wein, steht von Geburt an im Schatten des 85ers.
  • 1985: Immer noch sensationell dunkelrote Farbe. Voller, beeriger Fruchtkörper, unterlegt mit Vanille, Minze, Leder, Zedernholz und Tabak. Ein Fruchtmonster, unbeugsam auch nach zwanzig Jahren, wenngleich in der Standardflasche erste diskrete Anzeichen von würdiger Reife zu erkennen sind – in der Magnum noch voller Kraft und Frische.
  • 1984: Bisschen schwiemelig, medizinisch geprägtes Bukett, etwas jodig, laktisch und minzig. Leichtgewichtig, trocken und kurz im Abgang mit flüchtiger Säure. Klein, doch passabel für den dürftigen Jahrgang.
  • 1983: Changiert unentschlossen zwischen welk und süßlich. Toastige Noten. Leicht und kurz mit Hauch von flüchtiger Säure. Vermutlich macht sich der höhere Anteil an Trauben von jungen Rebstöcken bemerkbar.
  • 1982: Fülliges Bukett mit dezenten Röstaromen, etwas Kräutern und Minze. Kräftiger Körper mit delikater schokoladig getönter Süße im feinmalzigen Abgang. Nicht groß, aber lecker.
  • 1981: Weithin unterschätzt. Köstlicher Duft mit zarter Süße nach roten Früchten, Tabak, Dörrobst, Zedernholz, Minze. Geschmeidig und grazil gewobener Körper, ausgereift und delikat.
  • 1980:Weich mit Duftmix aus Leder, Süßholz, etwas Kräutern, Minze sowie eingelegten Pflaumen. Schon überreif und leicht morbide mit Hauch von Waldboden-Aroma, doch der Wein verfügt noch über diskreten Charme und belegt, wie gut sich der Sassicaia auch in kleinen Jahren gibt und hält.
  • 1979: Eine Offenbarung. Duft von glorreicher fruchtiger Süße, reich und subtil zugleich. Hat Kraft und Grazie. Der Wein wird sich auf diesem Niveau noch lange halten. Ein Pracht-Cabernet! Davon sind 42 359 Flaschen gefüllt worden.
  • 1978: Das gutbürgerliche Gegenstück zum aristokratischen 79er. Etwas kopflastiger Duft nach überreifen Früchten nebst Tabak, Kräutern und ein bißchen Malz. Ausgewogen mit kerniger Substanz und durchaus mit Genuß trinkbar, doch ohne den Schliff des 79ers. Handgewobenes Bauernleinen anstelle von Seide. Gefüllt worden sind 19 980 Flaschen.
  • 1977: Komplexer, fein gefächerter Duftstrauß aus roten Früchten, flankiert von Gewürzen, Vanille, Rosen, Minze und einem Hauch von süßlichem Tabak. Fein gewobener Körper mit jener unbeschreiblich zarten Süße, wie sie typisch ist für ideal gereifte Rotweine. 24 133 Flaschen sind von diesem markanten Wein gefüllt worden.
  • 1976: Parfümiertes Bukett nach exotischen Blumen. Seltsam changierend zwischen rauem Tannin und stark von Kaffee geprägten Röstaromen. War von Haus aus kein Ausbund an Harmonie.
  • 1975: Dichte, dabei ziselierte Aromatik. Die Nase vibriert vor Freude über die subtilen Töne, selbst die Röstaromen sind von feiner Prägung. Ein suggestiver Wein und einer mit Finesse, gilt zu Recht als der Cheval Blanc der Toskana.
  • 1970: Subtile Aromatik, einige Millimeter über dem Höhepunkt. Die Frucht hat sich verflüchtigt, sozusagen vergeistigt. Leise pilzige Töne à la Champignon sind wahrnehmbar. Im Abgang ein wenig trocken, doch immer noch ein Wein von diskreter Delikatesse.

Guadalberto – der zweite Wein auf der Tenuta San Guido Ab dem Jahrgang 2000 hat der Marchese Nicolò Incisa, Herr auf der Tenuta San Guido in Bolgheri, einen zweiten Wein neben seinem berühmten Sassicaia aufgelegt. Die Trauben für diesen Guidalberto genannten Zuwachs stammen großteils von 30 Hektar großen Anlagen außerhalb der Sassicaia-Zone, doch wird auch deklassierter Sassicaia genutzt – nach Bordelaiser Praxis sind dies Weine, die entweder von sehr jungen Rebstöcken stammen oder bei der Jahresfaßweinprobe nicht die gutsinternen Anforderungen an den Grand Vin erfüllen. Der kleine Vetter ist im Normalfall ein Verschnitt aus je 45 Prozent Cabernet Sauvignon und Merlot plus zehn Prozent Sangiovese.

Der Preis bewegt sich zwischen 30 und 36 Euro pro 0,75-Flasche, ausgenommen den besonders gut gelungenen 2001er, der über 40 Euro kostet. Vielversprechend ist der 2004er, den es bei Alpina gibt, dem offiziellen Repräsentanten von Sassicaia in Deutschland.

Guidalberto-Steckbriefe
  • 2004: Tiefrot mit Purpur. Füllige Aromatik mit markanter Würze. Dichter, fleischiger Körper. Naturgemäß noch unaufgeblüht.
  • 2003: Dunkelrot. Weich, sanftes Bukett nach Obst (Pfirsich, Kirsche) nebst etwas weißem Pfeffer im Hintergrund. Fruchtig am Gaumen, doch folgt etwas raues Tannin. Mittelgewichtig.
  • 2002: Dunkelrot. Indifferentes, würzig getöntes Bukett mit vanilligem, an Pudding erinnerndem Aroma. Leicht säuerlich im Abgang. Klein und mager.
  • 2001: Dunkelrot mit Rubinschimmer. Weich, warm, würzig mit Tönen nach roten Früchten und Kaffee. Solide Struktur mit kernigem, leicht adstringierendem Tannin.
  • 2000: Dunkelrot mit Hauch Purpur. Angenehme Aromatik nach Kirschen und Vanille. Weicher, fast cremig gerundeter Körper, doch kurz und ein wenig derb im Abgang.

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