Wein der Woche

2002 Chambolle-Musigny Les Chardannes, Domaine Alain Burguet

Geschrieben von: August F. Winkler

2002 Chambolle-Musigny Les Chardannes, Domaine Alain Burguet

Der Wein schimmert in dunklem Rubin, die Nase registriert reiche und verführerische Aromen, die mit Waldhimbeere beginnen und sich sukzessive weiter bilden zu Tönen von eingelegten Pflaumen, Kirschen, Vanille, Leder und Tabak. Auch leicht florale Einsprengsel sind wahrzunehmen, vor allem auch eine Note, die der Franzose als „gout animal“ bezeichnet, womit ein Hauch von frischem Wildfleisch gemeint ist – durchaus ein Charakteristikum für klassische rote Burgunder. Geschmacklich besticht der Wein durch dichte Frucht, flankiert von einer feinen gewürzigen Note. Das Tannin beginnt sich zu glätten, der Wein – zu etwa 50 Prozent in neuem Holz ausgebaut - ist von samtener Geschmeidigkeit, doch noch längst nicht auf seinem Höhepunkt. Für ihn gilt, was mein Onkel Franz mir vor Jahren gesagt hat: „Wenn du so viel Bordeaux getrunken hast wie ich, dann kommst du wieder zum Burgunder zurück!“

Die in Gevrey-Chambertin ansässige Domaine ist 1974 von Alain Burguet gegründet worden, heute wird das sieben Hektar umfassende Gut von den Söhnen Jean-Luc und Eric geführt. Bezugsquelle: Alpina Burkard Bovensiepen, 86803 Buchloe, www.alpinawein.de
 

2008 Clos Apalta Limited Reserve Casa Lapostolle

Geschrieben von: August F. Winkler

2008 Clos Apalta Limited Reserve Casa Lapostolle

Kurzum: ein Fruchtmonster aus Chile mit rund 15 Prozent Alkohol, gerühmt von Kritikern wie beispielsweise Robert M. Parker. Tiefes, mit dem Auge undurchdringliches Purpur, aus dem Glas dringt im Nu ein breiter, ungemein konzentrierter Duftstrom, zusammengesetzt aus eingelegten Pflaumen und schwarzen Kirschen, dunklen Beeren, getrockneter Feige, Tabak und reichlich Vanille, ergänzt um Röstaromen à la Mokka, Bitterschokolade sowie süßlichen Gewürzen.

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1996 Gevrey-Chambertin Clos St. Jaques Armand Rousseau

Geschrieben von: August F. Winkler

Dunkelrubin fließt der Wein mit seidigem Glanz ins Glas und entfaltet im Nu sein betörendes, vielschichtig ziseliertes Bukett mit Aromen nach Kirsche, Himbeere sowie jenem schwer zu beschreibendem Ton, den der Franzose achtungsvoll „gout animal" nennt, was sich leicht als animalischer Geschmack übersetzen läßt.

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1980 La Rioja Alta

Geschrieben von: August F. Winkler

Alte Weine sind schwer kalkulierbar und nie über einen Leisten zu schlagen. Deshalb war ich besonders neugierig, was der Rioja von 1980 zu bieten hat – ein gutes, aber nicht als groß eingestuftes Jahr. Rubinfarben mit leisem Gelbrand floß der Wein in die Karaffe. Die Nase nahm einen Strauß aus dunkler Herzkirsche, Preiselbeere, Bittermandel und Vanille wahr. Über dem Glas waberte etwas Mon Cherie.

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2007 Grüner Veltliner Loibenberg Smaragd, Emmerich Knoll

Geschrieben von: August F. Winkler

Das helle Goldgelb glänzt seidig, die Nase nimmt ein dicht geflochtenes Bukett nach gelben Früchten und mit der für die Rebsorte typischen gewürzigen Note wahr nebst einer feinen Süße, die nichts mit Zucker zu tun hat; riecht man tief ins Glas hinein, ist vielleicht sogar ein Hauch von Fichtennadeln spürbar. Der fruchtstarke Körper ist üppig gebaut im Sinne von reich – typisch für die Lage, an der das Gut rund vier Hektar besitzt. Es ist ein mächtiger Wein, konzentriert mit langem, feinwürzig durchwobenem Nachklang. Er läßt sich mit Genußgewinn trinken, doch verfügt er noch über Potential für viele weitere Jahre. Laut Emmerich Knoll sind die 2007er-Weine dank selektiver Lese, die sich teils bis weit in den November hinzog, sehr ausgewogen und charaktervoll: Weine, die sich durch Eleganz und Bekömmlichkeit auszeichnen.

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1996 Gevrey-Chambertin Clos St. Jacques 1er Cru, Armand Rousseau, Burgund

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